1&1 Drillisch bittet Bundesnetzagentur beim National Roaming um Hilfe

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Obwohl sich 1&1 Drillisch 2019 einige Mobilfunkfrequenzen sichern konnte, lässt das vierte Netz noch immer auf sich warten. Streitthema Nummer Eins ist dabei das National Roaming. Damit es hier endlich zu einer Einigung kommt, hat 1&1 Drillisch nun die Bundesnetzagentur angerufen und um eine Schlichtung gebeten.

1&1 Drillisch und das vierte Netz

Im Rahmen der Frequenzauktion 2019 konnte sich 1&1 Drillisch einige wichtige Frequenzen sichern. Damit plant das Unternehmen den Aufbau eines eigenen und damit vierten Netzes. Doch auch mehr als ein Jahr nach Ende der Auktion ist vom 1&1 Handynetz noch wenig zu sehen. Probleme macht dem Provider vor allem das National Roaming. Denn um zum Start ein halbwegs nutzbares Netz anbieten zu können, muss 1&1 mit einem der etablierten Netzbetreiber zusammenarbeiten. Die sind allerdings verständlicherweise wenig begeistert.

Da 1&1 Drillisch allein offenbar nicht weiter kommt, wird nun die Bundesnetzagentur hinzugezogen. Diese soll, so der Anbieter in einer Mitteilung, ihre Aufgabe als Schlichtungsinstanz wahrnehmen und zwischen den Parteien vermitteln. Konkret zwischen 1&1 und den Netzbetreibern Telekom und Vodafone. Denn mit beiden haben die Verhandlungen bislang zu keinen verwertbaren Ergebnissen geführt, heißt es.

Bundesnetzagentur soll Verhandlungen überwachen

Die Aufsichtsbehörde soll nun dafür Sorge tragen, dass die „Verhandlungsverpflichtung, die allen etablierten Netzbetreibern unter den 5G-Frequenzbedingungen obliegt, effektiv und zeitnah durchgesetzt“ wird. Allerdings vorerst nur bei Telekom und Vodafone. Einen Antrag, der auch Telefónica (o2) umfasst, behält sich das Unternehmen erst einmal vor. Denn hier halten die Verhandlungen derzeit noch an und sind offenbar noch nicht derart festgefahren wie bei den beiden anderen Netzbetreibern.

Die Bundesnetzagentur in Mainz

1&1 fordert von der Bundesnetzagentur unter anderem die Überwachung der Verhandlungen, so dass diese den rechtlichen Vorgaben gemäß ablaufen können. Denn die Vergabebedingungen für die Frequenzen 2019 sehen vor, dass „die Bundesnetzagentur auf Antrag als Schiedsrichter fungiert, um sicherzustellen, dass National Roaming gegenüber einem Neueinsteiger wie 1&1 Drillisch nicht an unbillige Konditionen geknüpft wird und die Verhandlungen diskriminierungsfrei geführt werden.“

Was will 1&1 Drillisch erreichen?

Dem Anbieter geht es vor allem um zielführende Verhandlungen mit den etablierten Netzbetreibern. Ziel ist die gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen eines National Roamings, durch das 1&1 eine zeitlang die Infrastrukturen der Netzbetreiber (mit)benutzten kann, um darüber das eigene Netz aufzubauen. Nur so ist ein lückenloses 1&1 Netz möglich. Zumindest, bis der Provider den eigenen Ausbau vorangetrieben hat.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige der ersteigerten Frequenzen erst in den nächsten Jahren frei werden und derzeit noch nicht zur Verfügung stehen. Mit diesen kann 1&1 derzeit also keinen Ausbau vornehmen. Bis diese Hindernisse beseitigt und der Ausbau ein flächendeckendes Maß angenommen hat, muss der Provider demnach auf ein Bestandsnetz eines Wettbewerbers zugreifen. Allerdings gehen die Verhandlungen diesbezüglich nur schleppend voran.

Update vom 24.09.2020

Die Telekom hat auf das Ansinnen von 1&1 Drillisch reagiert und ein Statement veröffentlicht. In diesem erklärt der Netzbetreiber das National Roaming als Mogelpackung und zeigt die Probleme, die ein „erzwungenes Roaming“ mit sich bringen kann. Außerdem nennt die Telekom Optionen, wie 1&1 auch ohne National Roaming ans Ziel kommen kann.

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