1&1 Drillisch Netzausbau: Aufbau des eigenen 5G Mobilfunknetzes

0
346

Mit 1&1 Drillisch wird in Deutschland ein neuer Netzbetreiber sein eigenes 5G Mobilfunknetz aufbauen. Bis zu einem großflächigen Ausbau wird es jedoch einige Jahre dauern. Im Folgenden informieren wir über den aktuellen Stand des 1&1 Netzaufbaus.

Netzaufbau des 1&1 Drillisch Mobilfunknetzes

Am 13. Juni 2019 ging die 5G Auktion der Bundesnetzagentur zu Ende. 1&1 Drillisch konnte sich einen Teil der begehrten 5G Frequenzen sichern, doch wie geht es mit dem Aufbau des 1&1 Mobilfunknetzes jetzt weiter?

National Roaming und Drillisch 5G Netz ab 2020?

Mit 1&1 Drillisch wird es in Deutschland künftig einen vierten Netzbetreiber geben, doch der Weg zum eigenen Mobilfunknetz ist lang. Neben der Infrastruktur braucht das Mobilfunkunternehmen einen starken Netzpartner. Nach ersten Informationen könnte das 1&1 Mobilfunknetz vom Netzausrüster ZTE gebaut werden. Allerdings ist mit den ersten eigenen Mobilfunkmasten nicht vor Ende 2020 zu rechnen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgt der Aufbau des 5G Mobilfunknetzes zuerst in den Ballungsgebieten und Städten. Da die hier zum Einsatz kommende 3,6 GHz Frequenz schnell viele Menschen mit hohen Bandbreiten versorgen kann. Zum Start des eigenen Netzes wird 1&1 Drillisch in jedem Fall auf das National Roaming mit Telefonica setzen.

1&1 Drillisch Netz mit o2 National Roaming

Denn im Zuge der Fusion von o2 und E-Plus konnte sich Drillisch bis zu 30 Prozent Netzkapazität des Telefonica-Netzes sichern. D.h. 1&1 Drillisch hat Zugang zum 2G, 3G, 4G und künftigen 5G-Netz von Telefonica Deutschland und kann National Roaming betreiben. Der Vertrag wurde am 1. Juli 2015 geschlossen und läuft zunächst 5 Jahre. Danach kann der Vertrag zweimal um jeweils fünf Jahre verlängert werden. Schluss folglich kann United Internet das o2-Netz bis 2030 (15 Jahre) nutzen.

1&1 sichert sich 5G Frequenzen für eigenes Netz

Auf der 5G Auktion konnte sich das Mobilfunkunternehmen United Internet insgesamt 70 MHz Spektrum für rund 1,07 Mrd. Euro ersteigern. Konkret war 1&1 Drillisch der Höchstbietende auf zwei Frequenzblöcke (2 x 5 MHz) im Bereich von 2 GHz sowie fünf Frequenzblöcke (1 x 10 MHZ) im 3,6 GHz Bereich. Die Frequenzen in den begehrten 2 GHz Bereichen sind allerdings erst ab 2026 verfügbar, sodass 1&1 Drillisch zunächst mit dem Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes mit den Frequenzbändern von 3,6 GHz beginnt.

Diese Frequenzbänder zeichnen sich vor allem durch sehr hohe Bandbreiten aus. Allerdings ist die die Reichweite im Vergleich zu den 2 GHz-Frequenzen deutlich geringer. Der Einsatz der 3,6 GHz Frequenz lohnt sich daher vor allem in dicht besiedelten Gebieten und Städten.

Diese Seite jetzt selbst bewerten:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen, sei der Erste.)
Loading...
Kommentieren Sie den Artikel
Please enter your comment!
Please enter your name here