5G: 1&1 räumt 10 MHz frei – Telekom und Vodafone lehnen vorerst ab

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Seit gut zwei Monaten läuft die 5G-Versteigerung. Ein Ende ist nicht in Sicht. Nun hat 1&1 Drillisch überraschend einen Frequenzblock freigegeben und damit den anderen Bietern die Möglichkeit zum Beenden der Auktion gegeben. Doch die wollten dabei nicht mitspielen.

1&1 Drillisch bietet 10 MHz für 5G Auktionsende an

Seit 19. März 2019 läuft die 5G-Frequenzversteigerung. Bei dieser werden die wichtigen 5G-Frequenzen versteigert, die in den nächsten Jahren den weiteren Netzausbau bestimmen werden. Allerdings kämpfen die vier Teilnehmer Telekom, Vodafone, Telefónica (o2) und 1&1 Drillisch seit Wochen vorrangig um einen Block im 3,6 GHz-Bereich. Denn von diesen gibt es einen weniger als notwendig – und bislang wollte keiner der vier Bieter hier nachgeben.

Am vergangenen Freitag hätte der Grundstein für ein Ende der Auktion gelegt werden können. Denn 1&1 Drillisch hatte überraschend sechs Blöcke im 3,6 GHz-Bereich freigeben. „Damit standen nun 10 MHz, um die sich zuletzt vor allem die Telekom und Vodafone gestritten haben, zur Verfügung“, schreibt heise.de. Stattdessen hatte 1&1 Drillisch anschließend auf einen Block im 2 GHz Bereich geboten, den zuletzt Vodafone für sich vereinnahmen konnte.

Frequenzauktion zieht sich hin

Der Schachzug hätte das Potential gehabt, das Ende der Frequenzauktion einzuleiten. Allerdings spielten weder die Telekom noch Vodafone mit. Statt auf die freigewordenen 10 MHz im 3,6 GHz Band zu bieten, sorgte Vodafone dafür, dass die Hoheit über den nun von 1&1 Drillisch anvisierten 2 GHz Block wieder an den Düsseldorfer Netzbetreiber ging. Im 3,6 GHz Bereich kämpften die Telekom und Vodafone um andere Blöcke und ließen die frei gewordenen 10 MHz nahezu unbeachtet. Die Chance war damit vertan.

„Hintergrund dürfte sein, dass die von 1&1 zunächst freigeräumten Blöcke rund 10 Millionen Euro teurer sind und die Bieter zunächst versuchen, sich die günstigeren Blöcke zu sichern“, mutmaßt heise.de. Wie lange dieses Spiel noch gehen wird, bleibt abzuwarten. Denn die Auktion ist darauf ausgelegt, erst dann zu enden, wenn keine Gebote mehr eingehen. Mittlerweile haben die Einnahmen bereits alle Erwartungen überschritten. Die Bundesregierung hatte mit 3 bis 5 Milliarden Euro gerechnet. Aktuell liegt der Erlös bei mehr als 5,8 Milliarden Euro. Die steigenden Kosten sehen verschiedene Parteien immer kri