5G-Auktion: Kampf um einen 3,6 GHz Block kostet mehr als 3 Mrd. €

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Seit mehreren Wochen versteigert die Bundesnetzagentur die 5G-Frequenzen. Dabei kämpfen die teilnehmenden Anbieter vor allem um einen Block im 3,6 GHz Bereich. Und das seit mittlerweile rund 150 Bieterrunden mit Mehrkosten von mehr als 3 Mrd. Euro.

5G-Auktion der Bundesnetzagentur

Seit 19. März 2019 läuft die 5G-Auktion der Bundesnetzagentur. Nachdem es kurz vor Ostern so aussah, als würden sich die Teilnehmer einig werden, zog die Versteigerung kurz darauf noch einmal an. Nach mittlerweile 265 Bieterrunden ist klar: Es geht den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica sowie 1&1 Drillisch nur noch um einen einzigen 3,6 GHz Block.

Wie Golem.de berichtet, überbieten sich die vier Teilnehmer bei einem Block im 3,6 GHz Bereich immer wieder aufs neue. Dabei werden in der Auktion insgesamt 41 Frequenzpakete im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band versteigert. Grundsätzlich waren sich die Teilnehmer schnell einig, wer welchen Block und welche Frequenz für sich beansprucht. Allerdings gibt es im 3,6 GHZ Bereich einen Block weniger als die Anbieter jeweils beanspruchen. Das heißt, dass die Netzbetreiber sowie 1&1 Drillisch vor allem um einen Block kämpfen, der das Zünglein an der Waage beim späteren Ausbau sein könnte.

3,6 GHz Bereich hart umkämpft

„Es ist bereits seit Runde 109 klar, dass es nur noch um diesen einen Block geht„, erklärt Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gegenüber Golem.de. Dieser eine abstrakte Block ist im 3,6 GHz Bereich angesiedelt. „Davon gibt es 27 identische. Die Bieter wollen aber insgesamt 28 haben. Sobald einer der Bieter sich mit einem dieser abstrakten Blöcke weniger zufrieden gibt, ist die Auktion vorbei.“

Mittlerweile hat das Wettbieten auf einen zusätzlichen Frequenzblock den Mobilfunkanbietern mehr als 3,2 Mrd. Euro gekostet. Wie lange sich dieser Prozess hinziehen wird, bleibt abzuwarten. Mittlerweile liegen die Gesamtgebote bei fast 5,6 Milliarden Euro. Vor der Auktion hatte die Bundesregierung mit Einnahmen zwischen 3 und 5 Milliarden Euro gerechnet. Dieser Summe haben bereits Kritiker auf den Plan gerufen. „In jeder Runde bietet der zuletzt Unterlegene auf einen der günstigsten Frequenzblöcke, wo gerade ein anderer Anbieter das Höchstgebot hält“, schreibt Golem.de.