5G Auktion: Bremsen Telekom, Vodafone und o2 1&1 Drillisch aus?

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Neben den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und o2 bietet auch 1&1 Drillisch um die begehrten 5G-Frequenzen mit. Keinem der Mobilfunkanbieter kommt allerdings ein neuer Markteilnehmer gelegen. Überbieten die etablierten Netzbetreiber deswegen zwangsläufig 1&1 bei der Frequenzauktion, um ein neues Mobilfunknetz zu verhindern?

1&1 befeuert 5G-Frequenzauktion

Die 5G Versteigerung ist im vollen Gange. Bereits nach neun Auktionstagen betragen die Höchstgebote mehr als 1,6 Mrd. Euro. Der Bund selbst erwartet durch die 5G Frequenzauktion Einnahmen in Höhe von 3-5 Mrd. Euro. Dies ist vor allem dem Unternehmen United Internet zu verdanken, denn der Mobilfunkanbieter besitzt bisher keine eigenen Frequenzen und treibt die Preise bei den 5G Bieterrunden nach oben.

Denn eigentlich stehen für drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 ausreichend 5G-Frequenzen zur Verfügung. Wahrscheinlich wären sich die drei Anbieter untereinander schnell ohne große Preistreiberei einig. Doch durch den Einstieg von 1&1 Drillisch und den geplanten Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes ist die Nachfrage höher als das Angebot.

5G Frequenzen mit 2 GHz werden teuer

Dies betrifft vor allem die begehrten Frequenzen von 2 GHz. Denn für diese gibt es nur ein Angebot von 12 Frequenzbänder. Zudem stehen 4 von den 12 Bändern erst ab 2026 zur Verfügung. Deshalb liegen die Gebote für die acht verfügbaren Frequenzen ab 2020 schon bei bis zu 86 Millionen Euro. Dagegen liegen die höchsten Gebote für die insgesamt 29 Frequenzbänder mit 3,6 GHz noch bei jeweils weniger als 30 Millionen Euro. Der Vorteil der 2 GHz gegenüber 3,6 GHz Frequenzen liegt bei der vergleichsweise höheren Reichweite bei ähnlich hohen Datenraten.

Überbieten etablierte Netzbetreiber 1&1 Drillisch?

Doch trotz der hohen Gebote scheint 1&1 Drillisch ernsthaftes Interesse am Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes zu haben und bietet fleißig mit. Allerdings möchte die Konkurrenz mit Sicherheit ein viertes Mobilfunknetz verhindern. Vor allem Telefonica dürfte mit dem Neueinsteiger ein Problem haben. Denn United Internet zieht bereits