5G-Auktion: Warum der Kampf um Frequenzen so lange dauert

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Seit mehreren Wochen kämpfen die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 sowie 1&1 Drillisch um die 5G-Frequenzen. Dabei ist bereits seit längeren klar, dass es vor allem um einen Block im 3,6 GHz-Bereich geht. Doch wie lange wird die Auktion noch dauern und wann ist mit einem finalen Ergebnis zu rechnen?

5G-Auktion zieht sich hin

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen läuft bereits seit 19. März 2019 und zieht sich mittlerweile über 270 Runden. Dabei kämpfen die vier Auktionsteilnehmer, das sind die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica, sowie 1&1 Drillisch, eigentlich nur noch im einen Block. Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit mehr als 150 Runden ab. Denn im 3,6 GHz Bereich versteigert die Bundesnetzagentur insgesamt 29 Blöcke. Einer zu wenig, wie sich zeigt.

Denn die vier Auktionsteilnehmer haben für sich recht schnell entschieden, wie viele dieser Blöcke sie haben möchten. Wie der er Auktionstheoretiker Vitali Gretschko gegenüber der dpa erklärte, sei die Telekom an neun Blöcken, Vodafone an acht, Telefónica an sieben und 1&1 Drillisch an sechs Blöcken interessiert. In Summer ergibt das 30 Blöcke. Allerdings stehen nur 29 zur Verfügung.

Auktion endet, wenn einer aufgibt

Dadurch kämpfen die Teilnehmer nun bereits seit Wochen um einen Block, der immer wieder den Höchstbietenden wechselt. Derzeit möchte keiner nachgeben und auf den Zuschlag verzichten. Deshalb ist sich Vitali Gretschko sicher: „Wer jetzt zurückzieht, ist der große Verlierer.“

Das bedeutet auch, dass sich der Kampf um diesen einen Block wohl noch eine Weile hinziehen wird. Denn solange kein Anbieter freiwillig aufgibt, wird die Auktion wohl erst dann enden, wenn bei einem Unternehmen das Auktionsbudget ausgeschöpft wurde. Wann das jedoch sein wird, ist unklar. Denn wie viel Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch bereit sind zu zahlen, ist streng geheim. „Das kann heute Abend sein, das kann aber auch in ein paar Monaten sein“, so Gretschko.

Kritik an hohen Geboten

Diese Entwicklung bedeutet auch, dass sich die Summen, die die Teilnehmer bieten werden, wohl noch einmal deutlich erhöhen. Derzeit liegt das Gesamtergebnis bei mehr als 5,6 Milliarden Euro. Im Vorfeld der Auktion hatte die Bundesregierung mit Einnahmen von 3 bis 5 Milliarden gerechnet. Die ausufernden Beträge riefen bereits Kritiker auf den Plan. Auch in der Politik. Die Befürchtung: Je mehr Gelder die Anbieter in die Auktion stecken, desto weniger bleibt für den späteren Ausbau übrig. Eine solche Entwicklung hatte es im Jahr 2000 bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen gegeben. Dort flossen gut 50 Milliarden Euro in Auktion – Summ