5G Auktion zu Ende – 1&1 Drillisch verzichtet auf Frequenzband

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Die Bundesnetzagentur in Mainz

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen ist zu Ende. Nach langem Martyrium endet die 5G-Auktion, nachdem 1&1 Drillisch auf einen Block weniger geboten hat. Trotzdem gibt es künftig wieder vier statt drei Netzbetreiber. Allerdings ist der zu zahlende Preis für die Frequenzen alles andere als gering.

5G Auktion endet bei 6,55 Mrd. Euro

Nach 13 Wochen und 497 Bieterrunden und Höchstgeboten von rund 6,55 Mrd. Euro ist die die 5G Auktion offiziell zu Ende. Mit dem Ende der 5G Frequenzauktion steht auch fest: Künftig wird es in Deutschland mit 1&1 Drillisch wieder vier statt bisher drei Netzbetreiber geben. Zuletzt gab es hierzulande vor der Fusion zwischen o2 und E-Plus vier Mobilfunknetze.

Zuletzt geriet die Frequenzauktion immer mehr zur Farce, denn hinter den Kulissen eskalierte mit zunehmender Dauer die Lage. Grund für das Ende ist der Verzicht von 1&1 Drillisch auf einen Frequenzblock. Bis zuletzt gab es mit der Telekom, Vodafone und Telefonica ein Bietergefecht um einen einzigen Block im 3,6 GHz-Bereich.

Ein Frequenzblock kostet 4 Mrd. Euro

Runde für Runde haben sich die Mobilfunkanbieter überboten. 1&1 Drillisch hätte das aktuelle Ergebnis bereits in Bieterrunde 111 erreichen können. Zu diesem Zeitpunkt beliefen sich die Gesamtkosten für das Mobilfunkunternehmen auf 425 Millionen Euro. Jetzt zahlt United Internet-Tochter 1,07 Milliarden Euro. Insgesamt haben sich die Kosten für alle durch das Wettbieten um einen Block um rund 4 Mrd. Euro erhöht.

Telekom zahlt höchsten Preis für 5G-Frequenzen

Von den Gesamtkosten von rund 6,55 Mrd. Euro zahlt die Deutsche Telekom alleine 2,174 Milliarden Euro. Dafür erhält das Unternehmen im 2 GHz-Bereich 40 Mhz und im 3,6 Ghz Frequenzbereich mit 90 MHz. Im Vergleich zur Konkurrenz konnte sich die Telekom die meisten Frequenzblöcke sichern – was den 5G Ausbau erleichtert.

Mit Kosten in Höhe von 1,88 Mrd. Euro folgt der Mitbewerber Vodafone. Der Netzbetreiber Telefonica muss insgesamt 1,42 Milli­arden Euro zahlen und 1&1 Drillisch wie bereits erwähnt 1,07 Mrd. Euro. Der Neuling konnte sich letztendlich nur 20 MHz im 2 GHz-Bereich und 50 MHz im Bereich 3,6 GHz.

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