5G-Frequenzauktion: Telefónica (o2) bestätigt Teilnahme

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Bereits seit Wochen erregt die anstehende 5G-Frequenzauktion die Gemüter. Vor allem die Netzbetreiber sind mit den derzeit geplanten Auktionsbedingungen nicht einverstanden und haben Klage eingereicht. Nun bestätigt Telefónica die Anmeldung für die Versteigerung und erklärt die Sichtweise des Unternehmens.

Telefónica nimmt an 5G-Frequenzauktion teil

In wenigen Wochen findet die wichtige Frequenzauktion statt, bei der die 5G-Frequenzen verteilt werden. Bereits seit Wochen spaltet das Thema die Gemüter und stößt vor allem bei den Netzbetreibern auf Kritik. Denn die Bundesnetzagentur will die Auktion an strenge Vorgaben koppeln. Sowohl o2 und Vodafone als auch die Telekom haben bereits Klage eingereicht. Insgesamt rechnet die Bundesregierung mit Einnahmen von bis zu 5 Milliarden Euro. Außerdem ist auch ein viertes Netz ein mögliches Ergebnis der Auktion.

Trotz der Ereignisse der letzten Woche will Telefónica, der Konzern hinter den Marken o2 und Blau, an der Auktion teilnehmen. Wie das Unternehmen in einer Presseerklärung mitteilt, hat es die vollständigen Unterlagen fristgerecht bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht. Allerdings weist Telefónica auch darauf hin, dass die Anmeldung „unabhängig von den weiterhin bestehenden Bedenken hinsichtlich der Auktionsbedingungen“ erfolgt. Dabei ist das Unternehmen weiterhin an rechtssicheren Rahmenbedingungen für die notwendigen Infrastrukturen interessiert.

Telefónica kämpft weiter

„Wir wollen im Interesse unserer Kunden, der Aktionäre sowie der Gesellschaft unseren Beitrag zum Ausbau der digitalen Infrastruktur leisten“, erklärt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Ein verlässlicher Schulterschluss von Politik und Wirtschaft wäre dafür wichtiger denn je. Denn wir brauchen klare und faire Rahmenbedingungen, die vor allem investitionsfördernd sind. Deutschland darf nicht ins Hintertreffen geraten!“

Im Zukunftsstandard 5G sieht Telefónica einen wichtigen Faktor für den weiteren Netzausbau. Dazu zählen eine gesteigerte Übertragungsgeschwindigkeit und geringere Latenzzeiten. Dadurch eröffnen sich völlig neue Anwendungsfelder, heißt es. Allerdings fokussiert das Unternehmen hier erst einmal die industrielle Anwendungen. Denn „in der privaten Nutzung wird dieser Leistungsschub erst zu einem späteren Zeitpunkt spürbar werden“.