5G Versteigerung: So läuft das 5G-Bieterverfahren ab

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In Kürze versteigert die Bundesnetzagentur die wegweisenden 5G-Frequenzen. Doch was passiert ab 19. März 2019 tatsächlich bei der Auktion? Auf was müssen sich Nutzer in Zukunft einstellen?

5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur

Am 19. März 2019 startet die 5G-Frequenzauktion. Dabei kommen die wichtigen 5G-Frequenzen unter den Hammer, die in Zukunft wegweisend sein werden. Denn nicht nur die Industrie, sondern auch Privatkunden sollen in wenigen Jahren von schnellen 5G-Verbindungen profitieren. Dazu zählen nicht nur wichtige Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren und die Telemedizin, sondern auch andere automatisierte Verfahren.

Welche Frequenzen werden versteigert?

Ab 19. März 2019 kommen insgesamt 41 Frequenzpakete im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band unter den Hammer. Davon werden 300 Megahertz im 3,6-Gigahertz-Band versteigert, die in Zukunft für 5G genutzt werden sollen. Weitere 100 MHz gehen ohne Bietverfahren an lokale Industribetriebe. Die Frequenzen im 2-Gigahertz-Band sind dem UMTS-Bereich zugeordnet und werden zum Teil neu vergeben. Dabei handelt es sich um die Bereiche von 1.920 MHz und 1.980 MHz sowie 2.110 MHz bis 2.170 MHz. Denn 2020 (bei einigen erst 2025) laufen die bisherigen UMTS-Frequenzen aus. Dadurch können sich die Auktionsteilnehmer nicht nur die wichtigen 5G-Frequenzen, sondern auch bereits genutzte UMTS-Frequenzen sichern.

Wie lange dauert die Versteigerung?

Die Gesamtdauer des Versteigerungsverfahrens lässt sich nicht abschätzen. Zwar erfolgt der Startschuss am Dienstag, dem 19. März 2019, ein fixes Enddatum gibt es jedoch nicht. Die Teilnehmer bieten so lange auf die Frequenzen und Frequenzblöcke bis keine gültigen Angebote mehr eingehen und ein Anbieter den Zuschlag erhält. Das kann lediglich wenige Tage, aber auch Wochen dauern. In der Vergangenheit haben Frequenzauktionen bereits bis zu sechs Wochen gedauert.

Dabei läuft die Versteigerung in Runden ab. Pro Runde können die Teilnehmer ein Gebot abgeben. Am Ende der Runde wird der aktuell Höchstbietende genannt und die nächste Runde eingeleitet. Dieses Verfahren wird fortgeführt bis keine Gebote mehr eingehen. Der zuletzt Höchstbietende erhält dann den Zuschlag für den jeweiligen Frequenzblock.

Der erste 5G-Mobilfunkmast von Vodafone in Aldenhoven

Wer nimmt an der Auktion teil?

Für die Auktion haben sich insgesamt vier Teilnehmer angemeldet. Dazu zählen die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica sowie United Internet. Letzterer betreibt unter anderem 1&1 und möchte gern als vierter Netzbetreiber in Deutschland Fuß fassen. Die Versteigerung von Frequenzen bietet dafür die perfekte Grundlage. Denn derzeit besitzt United Internet noch keine eigenen Frequenzen. Sollte sich das Unternehmen einige der Blöcke sichern können, steht einer Nutzung nichts mehr im Wege. Dann könnte es bald wieder vier Netzbetreiber in Deutschland geben.

Wer ersteigert welche Frequenzen?

Das lässt sich leider im Vorfeld nicht sagen. Da jeder Anbieter auf jeden Frequenzblock bieten kann, kann die finale Verteilung nicht abgeschätzt werden. Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, dass sich ein Anbieter alle Frequenzen sichert. Allerdings ist das eher unwahrscheinlich, da hierfür eine Menge Geld notwendig wäre. Wahrscheinlicher ist, dass die vier Auktionsteilnehmer versuchen werden, gemäß ihrer finanziellen Mittel einen Teil vom Kuchen abzubekommen. Wer dabei jedoch we