5G Versteigerung: Diese Mobilfunkanbieter bieten bei 5G-Vergabe mit

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Die 5G-Versteigerung der Bundesnetzagentur wirft ihre Schatten voraus. Nachdem es im Vorfeld Kritik und Klagen gegen das Vergabeverfahren gab, wird nun deutlich, zwischen welchen Anbietern die wichtigen 5G-Frequenzen verteilt werden.

5G-Versteigerung im Frühjahr

In Kürze endet die Anmeldefrist zur 5G-Versteigerung im Frühjahr 2019. Bereits seit Wochen wirft die Auktion ihre Schatten voraus und führte zu hitzigen Debatten. Denn die Aufsichtsbehörde koppelt die Frequenzvergabe an feste Vorgaben, die den Ausbau fördern sollen. Allerdings gelten für Neueinsteiger weniger strenge Regeln als für die etablierten Netzbetreiber. Das stößt letzteren sauer auf und hatte Klagen von o2, Vodafone und Telekom zur Folge. Auch 1&1, Freenet und weitere Anbieter reichten vor kurzem Klage ein.

Dennoch müssen die Anbieter fristgerecht ihre Anmeldung abgeben, um zur Auktion zugelassen zu werden. Trotz der Differenzen haben die Netzbetreiber und weitere Anbieter bereits entschieden, ob sie an der Vergabe teilnehmen oder nicht. Den Anfang hatte vor wenigen Tagen Telefónica gemacht und die Teilnahme an der Auktion bestätigt. Allerdings sei die Abgabe der vollständigen Unterlagen „unabhängig von den weiterhin bestehenden Bedenken hinsichtlich der Auktionsbedingungen“ erfolgt. Auch von weiteren Anbietern sind mittlerweile erste Informationen zur Teilnahme bekannt.

Telefónica

Der Netzbetreiber hinter den Marken o2, Blau und Co. hatte die Teilnahme an der Frequenzauktion vor wenigen Tagen offiziell in einer Pressemitteilung erklärt. Man habe  die vollständigen Unterlagen fristgerecht bei der Bundesnetzagentur eigereicht, hieß es in dieser. Allerdings „unabhängig von den weiterhin bestehenden Bedenken hinsichtlich der Auktionsbedingungen“. Das heißt, dass das Unternehmen weiterhin an der Kritik und der Klage festhalten will und sich für rechtssichere Rahmenbedingungen stark macht.

Telekom

Am Freitag hat die Telekom offiziell die Teilnahme am 5G Vergabeverfahren bestätigt. „Mit der Teilnahme an der Auktion verfolgen wir unser Ziel weiter, die beste Mobilfunkversorgung für Verbraucher und für die Industrie herzustellen“, teilte der Netzbetreiber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Allerdings kritisiert die Deutsche Telekom weiterhin die verschärften Vergabebedingungen.

Vodafone

Von Vodafone gibt es derzeit noch kein offizielles Statement. Allerdings hat Teltarif eigenen Angaben nach von der Pressestellung erfahren, dass das Unternehmen an der Auktion teilnehmen wird.

United Internet (1&1 Drillisch AG)

Neben den Netzbetreibern beteiligt sich auch United Internet, der Konzern hinter 1&1 Drillisch, an der Auktion. Dabei verfolgt das Unternehmen ein klares Ziel: Den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes. Davon verspricht sich der Anbieter mehr Wettbewerb und eine bessere Mobilfunkversorgung in Deutschland. Bislang nutzt United Internet die Infrastrukturen der Netzbetreiber. Diese Kooperation soll mit Aufbau eines eigenen Netzes schrittweise zurückgefahren werden. „Wir wollen noch bessere Angebote für unsere Kunden entwickeln und Unternehmen wie Start-ups die Grundlage für das ‚Internet of Things‘ zur Verfügung stellen“, erklärt Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender der United Internet AG, in einer Pressemitteilung. „„Wir haben in den vergangenen Monaten für mehr Wettbewerb und die daraus entstehenden Impulse für einen schnellen 5G-Ausbau in Deutschland geworben. Nun wollen wir die Grundlage schaffen, um als vierter Netzbetreiber im Mobilfunkmarkt dazu beizutragen, dass es Deutschland gelingt, 5G-Leitmarkt zu werden.“

Freenet (mobilcom-debitel, klarmobil)

Der Konzern hinter mobilcom-debitel und klarmobil, die Freenet AG, wird nicht an der Aktion teilnehmen. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Freenet-CEO Christoph Vilanek: „Der Aufbau eines neuen Mobil­funk­netzes würde wohl mindes­tens zehn Milli­arden Euro kosten.“ Investitionen, die das Unternehmen nicht tätigen möchte. Auch das Risiko des Scheiterns sieht der CEO als zu hoch an. Stattdessen wolle das Unternehmen den etablierten Kurs beibehalten. Das heißt, dass die Freenet-Marken auch in Zukunft auf die etablierten Netz o2, Telekom und Vodafone zugreifen werden. Ein eigenes Netz plant Freenet derzeit nicht.

Weitere Anmeldungen noch offen

Ob sich weitere Anbieter und Interessenten zur Auktion anmelden, ist derzeit noch offen. Sollte es hier Neuigkeiten geben, werden wir den Artikel aktualisieren. Derzeit haben Interessenten noch bis Freitag, den 25. Januar 2019, um 15 Uhr die Möglichkeit, ihre Unterlagen einzureichen.

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