Angst vor 5G: Wie hoch ist die Strahlenbelastung wirklich?

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Während die 5G-Frequenzen noch immer versteigert werden, kämpfen Kritiker der neuen Technologie an anderer Front gegen den Ausbau. Doch wie gefährlich ist 5G-Strahlung wirklich und wie geht der Ausbau von statten? Inge Paulini, die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, gibt in einem Interview Auskunft.

Angst vor 5G-Strahlung

Seit Mitte März versteigert die Bundesnetzagentur die 5G-Frequenzen zwischen den Teilnehmern Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch. Während die Gebote mittlerweile bei mehr als 5,4 Milliarden Euro liegen, sprechen sich andere gegen den 5G-Ausbau aus. Verschiedene Interessengruppen befürchten eine zu hohe Strahlenbelastung durch 5G und unvorhersehbare gesundheitliche Komplikationen. Gegenüber der Berliner Morgenpost äußerte sich nun Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, zu den befürchteten Gefahren.

Die Präsidentin erklärt unter anderem, dass Bürger derzeit keine Bedenken haben müssen. Der 5G-Ausbau werde mit Frequenzen begonnen, die bereits seit Jahren im Mobilfunkbereich genutzt werden und dadurch gut erforscht sind. „Unterhalb der bestehenden Grenzwerte haben die Menschen keine gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten“, so Inge Paulini. Das gelte auch für Menschen, die direkt in der Nähe eines Funkmastes leben. Denn die dortigen Grenzwerte befinden sich im ungefährlichen Bereich und liegen nicht rund um die Uhr an. „Im ersten Schritt von 5G werden die Frequenzen genutzt, die auch jetzt schon genutzt werden, die Situation ist also eins zu eins übertragbar.“

Ist die 5G-Strahlung gefährlich?

Allerdings wird es in Zukunft auch Frequenzen mit einem höheren Frequenzband geben, die eine schnellere Datenübertragung erlauben. Das hat zur Folge, dass die Reichweite abnimmt und mehr Masten notwendig sind, um die Versorgung sicherzustellen. Dadurch rücken diese auch näher an die Menschen heran. „Gleichzeitig dringt die Strahlung aber auch nicht so tief in den Körper ein, sie erreicht nur die oberen Hautschichten. Die Studien, die es gibt, legen keine Hinweise auf gesundheitliche Auswirkungen nahe. Aber wir wollen die Wirkung noch besser verstehen und forschen intensiv in diesem Bereich.“

Tipps für wenig Handy Strahlenbelastung

Inge Paulini gibt jedoch auch Entwarnung. Die meiste Strahlung bekämen Menschen bereits heute vom eigenen Handy ab und nicht von entfernt stehenden Sendemasten oder dem WLAN-Router des Nachbarn. Allerdings strahlen Mobiltelefone nur dann, wenn sie senden. Im Ruhemodus sei auch hier die Strahlenbelastung marginal. Um dennoch möglichst wenig Strahlung abzubekommen, gibt die Präsidentin ein paar hilfreiche Tipps:

Das Handy sollte nicht über längere Zeit sehr nah am Körper gehalten werden, wenn es sendet. Beim Telefonieren sollte man ein Headset benutzen. Die Handys selbst unterscheiden sich ebenfalls. Sowohl beim Kauf als auch bei der Benutzung sollte daher auf die spezifische Absorptionsrate, kurz SAR, geachtet werden.

Je niedriger die SAR-Werte sind, desto weniger Strahlung geht von dem Handy aus. Handelsübliche Handys weisen eine große Spannbreite auf: von 0,5 bis 2,0 SAR. Sie können die Werte auf unserer Internetseite nachlesen. Auch der Empfang ist entscheidend.

Gerade Eltern sollten hier sensibel agieren. Zwar sei nicht belegt, dass Kinder empfänglicher für Strahlung sind, allerdings sind sie diejenigen, die jahrzehntelang mit Mobiltelefonen zu tun haben werden. Die Langzeitstudien seien noch zu unaussagekräftig, um diese jahrelange Belastung bewerten zu können:

Wenn ernsthafte Wirkungen in Richtung Krebs zu befürchten wären, dann würden diese Wirkungen eventuell erst über einen langen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren auftreten. Deswegen sollten wir vorsichtig sein. Eltern sollten möglichst die Zeit begrenzen, in der die Kinder telefonieren und das Handy am Ohr haben.

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