Bundeskartellamt überprüft Zusammenarbeit von Telekom & Vodafone

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Eine Antenne, eine Sendeanlage, aber mehrere Netze? Das klingt zu schön, um wahr zu sein, soll jedoch bald Realität werden. Zumindest wenn es nach der Telekom und Vodafone geht. Allerdings braucht es dafür zahlreiche Genehmigungen – und das dauert. Mehr als ein halbes Jahr nach der gemeinsamen Absichtserklärung der Netzbetreiber beginnt nun erst einmal das Bundeskartellamt mit der Prüfung des Sachverhalts.

Telekom und Vodafone arbeiten zusammen

Im Februar 2020 gaben Vodafone und Telekom bekannt, in Zukunft streckenweise zusammenarbeiten zu wollen. Dadurch sollen vor allem graue Flecken von der Landkarte verschwinden. Denn in vielen Regionen gibt es zwar ein gut ausgebautes LTE-Mobilfunknetz, nicht jedoch von jedem Anbieter gleichermaßen. Das liegt oft daran, dass jeder Netzbetreiber einen eigenen Ausbau vornimmt und nur selten Synergieeffekte nutzt.

Die Telekom und Vodafone wollen das ändern und haben im Februar eine Absichtserklärung unterzeichnet, die rund 4.000 Standorte vorsieht, an denen die beiden Anbieter gemeinsam ausbauen wollen. Zum Beispiel, indem der eine dem anderen die vorhandenen oder neu gebauten Infrastrukturen zur Mitnutzung bereitstellt. Das hat nun, etwas mehr als ein halbes Jahr später, das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. „Im Moment ist das Bundeskartellamt in Kontakt mit den Kooperationsbeteiligten und weiteren Marktteilnehmern“, wird Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, vom Handelsblatt zitiert.

Bremst die Kooperation Wettbewerber aus?

Bei der Untersuchung geht es um die Prüfung, ob die Zusammenarbeit zwischen Telekom und Vodafone andere Anbieter wie 1&1 Drillisch oder Telefónica benachteiligt. Denn diese könnte für den Wettbewerb negativ ausfallen, „wenn es dritten Mobilfunkanbietern nicht in gleicher Weise offensteht und diese dadurch im Wettbewerb benachteiligt werden.“ Dennoch begrüße man „grundsätzlich Kooperationen zur Verbesserung der Netzabdeckung, sofern sie der Erzielung von Verbrauchervorteilen dienen, dafür erforderlich sind und den Wettbewerb nicht ausschalten“, heißt es.

Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, könnte die Zusammenarbeit der beiden Netzbetreiber mittel- und langfristig Auswirkungen auf den Wettbewerb haben. Das wiederum führt möglicherweise zu Nachteilen für die Verbraucher. Zum Beispiel bei der Vielfalt oder der Preisgestaltung. Damit das nicht passiert, untersucht das Bundeskartellamt nun die Pläne der beiden Netzbetreiber auf Herz und Nieren. Kommt es zu einem negativen Ergebnis, könnte die Behörde diese sogar untersagen. Allerdings ist das derzeit noch gänzlich offen. Hier gilt es also abzuwarten.

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