Bundesnetzagentur: Technikertermine sollen seltener platzen

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Das Ärgernis Technikertermin soll bald der Vergangenheit angehören. Denn die Bundesnetzagentur hat Rahmenbedingungen für den Anbieterwechsel festgelegt und dabei auch den Technikertermin ins Auge gefasst. Hier gelten in Zukunft feste Vorgaben.

Bundesnetzagentur legte Vorgabe für „letzte Meile“ fest

Die sogenannte letzte Meile gehört in der Regel der Telekom. Das heißt, dass Wettbewerber wie o2, Vodafone, 1&1 und Co. Zugang zu dieser benötigen, um ihre Tarife an den Anschluss des Kunden zu bringen. Diese Vormachtstellung führt immer wieder zu Konflikten zwischen der Telekom und den Wettbewerbern. Auch deshalb, weil die Telekom oft am längeren Hebel sitzt.

Damit dieses Konfliktpotenzial in Zukunft geringer ausfällt, hat die Bundesnetzagentur den Zugang zur letzten Meile finalen Bestimmungen unterworfen. Diese festen Rahmenbedingungen sollen „Wettbewerbern einen zügigen und unkomplizierten Vertragsschluss mit dem regulierten Unternehmen über wichtige Zugangsprodukte ermöglichen, ohne dafür zunächst aufwändig verhandeln oder im Streitfall sogar die Bundesnetzagentur anrufen zu müssen“. Das betrifft nicht nur die Gebühren, die die Wettbewerber an die Telekom entrichten müssen, sondern auch den Wechseltermin sowie den stark in der Kritik stehenden Technikertermin.

Technikertermin soll seltener scheitern

In Zukunft haben die Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Kunden direkt zum Vertragsabschluss einen Wechseltermin festzulegen. Dadurch herrscht von Anfang an Klarheit darüber, wann der Anbieterwechsel stattfindet. Außerdem sollen notwendige Technikertermine, bei denen ein Mitarbeiter der Telekom im Haus wichtige Anschlüsse herstellen muss, weniger oft scheitern. Dafür hat die Bundesnetzagentur Sanktionierungsmaßnahmen festgelegt, durch die die Wettbewerber mehr Möglichkeiten haben, geplatzte Technikertermine zu ahnden.

Das soll sicherstellen, dass die wichtigen Hausbesuche in Zukunft mehrheitlich wie geplant stattfinden. In der Vergangenheit stand die Telekom deswegen häufig in der Kritik. Auch deshalb, weil die Zeitpläne der Techniker von Anfang so ausgelegt waren, dass sie gar nicht alle geplanten Kunden binnen einer Schicht abarbeiten konnten. Oft warteten Kunde stundenlang vergeblich und benötigten mehrere Termine bis der Techniker sich tatsächlich einmal blicken ließ.

Wettbewerber erhalten mehr Rechte

Auch die „Sanktionierung von Schlechtleistungen zwischen den Vertragsparteien“ wurde deutlich verbessert, heißt es. Dadurch haben die Wettbewerber in Zukunft mehr Möglichkeiten, um gegen Verzögerungen durch die Telekom vorzugehen. Zum Beispiel dann, wenn eine Entstörung der TAL beim Unterschreiten technischer Richtwerte nicht angemessen umgesetzt wird. Dafür will die Aufsichtsbehörde in Zukunft unter anderem einen pauschalierten Schadensersatz und Vertragsstrafen nutzen. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärt:

Das neue Standardangebot enthält viele Verbesserungen für den Zugang zur ‚letzten Meile‘, die gleichwertige Bedingungen für Wettbewerber und Telekom gewährleisten. Ich erwarte, dass die Telekom und die Wettbewerber ihre TAL-Verträge jetzt zügig und vollständig darauf umstellen, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher von den neuen Regelungen profitieren.

Unsere Regelung ermöglicht den beteiligten Unternehmen eine störungsfreie und gleichzeitig möglichst maximale Nutzung der Endleitung. Sie stellt daher unter denen gegeben technischen Bedingungen einen fairen Kompromiss dar und bevorzugt bzw. benachteiligt weder eine VDSL– noch glasfaserbasierte Signalübertragung einseitig. Bei Glasfaser-Anschlüssen bis in Wohnungen gibt es solche Probleme nicht mehr. Der Glasfaser-Rollout muss daher zügig vorangetrieben werden.

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