Bundesweite Notruf-App soll 2020 für Smartphones kommen

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Bildquelle: bevuta IT GmbH via Bayerischer Rundfunk

Die Bundesregierung plant für 2020 eine bundesweite Notruf-App, die die schnelle Hilfe im Notfall deutlich vereinfachen soll. Dabei soll es auch möglich sein, mit den Mitarbeitern der Leitstelle zu chatten und Bilder vom Unfallort zu senden. Außerdem soll diese Art der Kommunikation unauffällig erfolgen, so dass Menschen in bedrohlichen Situation keine unnötige Aufmerksamkeit erregen.

Update vom 01.07.2019

Wie uns die hinter der Notruf-App stehende bevuta IT GmbH mitteilt, wird die geplante Notruf-App unter dem Namen „Salus“ angeboten. Auf der Homepage der Anwendung heißt es unter anderem:

Salus ist einsatzbereit. Nach dem ausführlichen Testbetrieb der Beta-Version mit vier Leitstellen von Feuerwehr und Polizei haben wir einen letzten Feinschliff vorgenommen und bereits Feedback der Leitstellen aufgenommen und umgesetzt.

Dort stehen zudem weitere Informationen zur App und dem aktuellen Status bereit.

Bundesweite Notruf-App ab 2020

Über die 110 und 112 kann im Notfall schnelle Hilfe gerufen werden. Allerdings ist die alleinige telefonische Kommunikation nicht in allen Notsituationen nutzbar. Zudem schreckt der notwendige Anruf viele Hilfesuchende ab, da sie denken, eigentlich kein Notfall zu sein. Deshalb plant die Bundesregierung für 2020 die Einführung einer bundesweiten Notruf-App für Android- und Apple-Geräte, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Die App soll es Hilfesuchenden ermöglichen, in einer Notsituation schnellen Kontakt zur zuständigen Leitstelle aufzunehmen. Außerdem bietet die Anwendung weitere Optionen, die die schnelle Hilfe deutlich erleichtern sollen. Zum Beispiel die Übersendung des aktuellen Standorts via GPS (bis jetzt ist nur die Funkzelle ersichtlich), das Übertragen von Bildern und Videos vom Ort des Geschehens und die Kommunikation via Chat mit dem Disponenten. Letztere soll vor allem in Situationen helfen, in denen der Hilfesuchende keine offene Kommunikation nutzen möchte, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen und selbst in Gefahr zu geraten.

Notruf per Chat für Menschen mit Behinderungen

Die Chat-Option innerhalb der Notruf-App soll zudem Menschen mit Behinderungen, beispielsweise einer Hör- oder Sprachstörung, helfen, einen Notruf abzugeben. „Mit Einführung dieser Notruf-App wird es möglich sein, den Anrufer metergenau zu orten. Das ist ein Riesenvorteil für uns. Zukünftig ist es angedacht, das auch mit Videoübertragung zu machen und dann kann man sich noch ein besseres Bild von vo