Corona App Tracking: Auch in den EU-Nachbarländern verfügbar

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Um die Ausbreitung des Coronaviruses einzudämmen plant die Bundesregierung den Einsatz einer Corona-App. Per Tracking lassen sich potenzielle Kontakte eines Infizierten lokalisieren. Doch wie funktioniert das System und wie sicher sind die Nutzerdaten?

Update vom 25.06.2020

Corona-Warn-App in ausländischen Appstores

Bislang stand die Corona-Warn-App nur in den deutschen Appstores zur Verfügung. Das ändert sich jetzt. Denn die Anwendung wird nach und nach auch in den Stores der Nachbarländer zugänglich gemacht. Dadurch können Reisende und Pendler die App ebenfalls verwenden und somit deren Wirksamkeit erhöhen. Dabei steht die Warn-App zum Start in diesen Ländern zur Verfügung: Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien.

Update vom 15.06.2020

Corona-App kommt am Dienstag

Mit einiger Verzögerung soll die Corona-App der Bundesregierung ab Dienstag, dem 16. Juni 2020, zur Verfügung stehen. Dabei können Nutzer von iOS- und Android-Geräten freiwillig entscheiden, ob sie die App nutzen möchten oder nicht. Beim Thema Datenschutz müssen sich User jedoch keine Sorgen machen. „Was vorliegt, macht insgesamt einen soliden Eindruck“, erklärte Ulrich Kelber, Bundesbeauftragte für Datenschutz, gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Den Angaben nach ist der Download der App ab Montag möglich, die Freischaltung erfolgt dann im Laufe des Dienstag.

Update vom 12.06.2020

Corona-App kostet 20 Millionen Euro

Noch immer lässt die Corona-App der Bundesregierung auf sich warten. Nun wurde bekannt, was die Anwendung eigentlich kostet. Laut DPA-Informationen werden für die App, die von der Telekom und SAP entwickelt wird, rund 20 Millionen Euro fällig. Zwischen 2,5 Millionen und 3,5 Millionen Euro kommen jeden Monat für den Betrieb hinzu. Allerdings entfalle der Großteil dieser monatlichen Kosten auf zwei Hotlines, die die Telekom schaltet und für Nutzer zur Verfügung stellt.

Dort können diese sich bei der Installation und Verwendung der Anwendung helfen lassen oder Informationen einholen, wenn die App einen Corona-Verdacht anzeigt. Dabei soll die Hotline ohne lange Wartezeit erreichbar und in mehreren Sprachen angeboten werden. Allerdings wird das nicht uneingeschränkt für jeden Nutzer möglich sein. Denn (potentiell) Infizierte erhalten vom Testlabor oder direkt in der App einen Freischaltcode, mit der sich die Mitarbeiter an der Hotline erreichen lassen.

Update vom 08.06.2020

Corona-App wird in Kürze vorgestellt

Nachdem die Corona-App lange auf sich warten ließ, scheint es jetzt Bewegung zu geben. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn gegenüber der Rheinischen Post bekannt gab, soll die Vorstellung der App in den nächsten Tagen erfolgen. Dabei erklärt der Minister auch, was zu den Verzögerungen geführt habe. So müsse die App umfangreiche Datenschutzbestimmungen erfüllen und ein optimiertes Energiemanagement aufweisen, um den Akku des Smartphones zu schonen, heißt es. Auch soll die Anwendung möglichst vielen Menschen zugänglich sein und musste dafür umfassend angepasst werden. Geplant ist die sie für Geräte mit iOS und Android.

Update vom 08.05.2020

Corona-App verzögert sich bis Juni

Obwohl die Corona-App einen wichtigen Beitrag bei der Kontrolle und Eindämmung der Covid-19 Pandemie leisten könnte, verzögert sich die Anwendung weiterhin. Ursprünglich sollte die Anwendung bereits kurz nach Ostern zur Verfügung stehen. Nun ist mit ihr wohl nicht vor Juni zu rechnen.

Die Corona-App wird über Schnittstellen von Google und Apple realisiert und hierzulande von T-Systems und SAP umgesetzt. Dabei steht der Datenschutz im Vordergrund. Unter anderem soll vor der Veröffentlichung eine Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stattfinden. Auch die dezentrale Speicherung war bislang ein wichtiges Thema, welches für Verzögerungen sorgte.

Corona Tracking-App soll Coronavirus eindämmen

Seit dem Ausbruch des Cornaviruses kursieren im Internet zahlreiche Apps über den Status der Ausbreitung. Darunter allerhand Malware Apps wie z.B. ein Coronavirus Tracker. Doch als Vorbild von Südkorea soll auch in Deutschland ein Corona-App dabei helfen, das Virus einzudämmen. Für eine Tracking per Corona-App hat sich bereits die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf höchster politischer Ebene ausgesprochen.

Unter dem Projektnamen PEPP-PT, welches am 1. April offiziell gestartete ist, arbeiten zahlreiche renommierte Institute zusammen. Darunter das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut aus Berlin. Schon am 7. April soll das Meldesystem für die Covid-19-Epidemie einsatzfähig sein. In Deutschland ist mit einem Release der Warn-App Mitte April zur rechnen.

Diese Institute arbeiten an dem gemeinsamen Projekt

So funktioniert das Corona App Tracking

Doch wie kann eine App bei der Ausbreitung des Cornaviruses helfen? Die Funktion der App ist relativ einfach und schnell erklärt: Smartphone-Nutzer sollen sich beim Funkstandard Bluetooth Low Energy (Bluetooth LE) nahe und lange genug für eine potenzielle Infektion kommen. Dabei tauschen diese anonym einen Zahlencode zur Identifikation aus. Eine Speicherung der Nummern dieser Kontakte erfolgt im lokalen Speicher des Handys.

Erkrankt ein Smartphone-Nutzer am Coronavirus, übermittelt dieser verschlüsselt von seinem Gerät alle Kontaktnummern aus der Inkubationszeit an einen zentralen Server. Es erfolgt eine automatische Warnung per Smartphone-App an alle Kontaktpersonen aus dem Zeitraum der Inkubation. Es wird gewarnt, dass diese ebenfalls infiziert sein könnten und sich besser in Quarantäne begeben.

Die Funktionsweise der Corona App zusammengefasst:

  1. Smartphone-Nutzer mit direktem Kontakt tauschen per Bluetooth Zahlcondes aus
  2. Speicherung der Nummern erfolgt im lokalen Speicher Handyspeicher
  3. Der App-Nutzer ändert seinen Status von „gesund“ auf „krank“
  4. Die Smartphone-App warnt automatisch alle Kontaktpersonen im Zeitraum der Inkubation und spricht eine Empfehlung zur Quarantäne aus

Nur wenn der von PEPP-PT entwickelte Algorithmus zum Ergebnis kommt, dass der Kontakt für eine potenzielle Infektion ausreicht, wird die anonyme Nummer gespeichert. Das System kann sogar erkennen, ob sich eine Scheibe, Wand oder Stau zwischen beiden Nutzern befand.

Integration der Software-Lösung weltweit möglich

Der Austausch der Warnungen soll über Grenzen hinweg möglich sein. D.h. die Software-Lösung soll nicht nur in Deutschland sondern international funktionieren. Damit dies funktioniert stehen die einzelnen Programmbestandteile des PEPP-PT Projekts frei zur Verfügung. Auch eine Aufrüstung bestehender Tracing-Apps und anderer Apps ist mit einem Update möglich.

Die Idee dahinter: Jedes Land soll eigene Apps und Server für den Datenaustausch betreiben. Auch eine Aufrüstung bestehender Tracing-Apps ist somit möglich. Mit der integrierten PEPP-PT Lösung können sich die Datenbanken weltweit austauschen.

Wie anonym und sicher ist das Corona-Tracking?

Laut der Projektgruppe PEPP-PT unterliegt der Datenschutz höchste Priorität. Um die vollständige Anonymität zu gewährleisten werden Nutzernamen oder Kontaktinformationen nirgends gespeichert. Laut dem Regierungsberater Hans-Christian Boos im Gespräch mit Welt.de steht die App damit im Einklang mit den europäischen Datenschutzgesetzen. Anders als beim Nutzer-Tracking auf Basis von Mobilfunkzellen basiert das System auf Freiwilligkeit. D.h. nur wenn der Nutzer zustimmt, warnt das System die Kontakte. Denn der Infizierte Nutzer muss selbst in der App den Status von gesund auf krank ändern.

Damit es zu keinem Missbrauch der App kommt, muss das Testergebnis von unabhängiger Stelle verifiziert werden. Hierzu wurde eine Schnittstelle mit Laborbetreibern und Gesundheitsämtern integriert. Hier kommt eine Verschlüsselungstechnologie zum Einsatz, die verhindert, dass die anonyme Smartphone-Nummer des Nutzers mit persönlichen Daten (Name) in Verbindung gebracht wird. Erst wenn ein Testergebnis verifiziert wurde, erfolgt eine Warnung an Kontakte. Diese erfahren nicht, welcher ihrer Kontakte positiv getestet wurde. Somit ist die verwendete Technik datenschutzkonform.

Kompatible Smartphones und Betriebssysteme

Doch auf welchen Smartphones ist ein technisches Tracking überhaupt möglich? Bluetooth LTE wird von Android-Smartphones mit Version 4.3 (Sommer 2013) unterstützt. In Geräten von Apple ist die Technik seit dem iPhone 4S aus dem Jahre 2011 fester Bestandteil. Doch die Verfügbarkeit ist auch von den jeweiligen Warn-Apps und deren unterstützter Betriebssystemversion abhängig.

Allerdings ist bei Apple die verwendete PEPP-PT-Technik via Bluetooth-LE nur aktiv, wenn die Apps im Vordergrund laufen. Um dieses Problem zu beheben, soll es eine vertrauliche Vereinbarung zwischen Apple und PEPP-PT-Gruppe geben. Damit funktioniert die Software auf etwa 80 Prozent der in Deutschland aktuell genutzten Smartphones.

Kann die App den Coronavirus wirksam bekämpfen?

Um eine schnelle Verfügbarkeit zu gewährleisten, haben Google und Apple bereits versichert, Apps mit entsprechender Software schnell zu prüfen und zum Download freizuschalten. Um jedoch einen Erfolg bei der Eindämmung zu verzeichnen, müssen auch große Unternehmen wie z.B. Facebook und Google mitspielen. Denn laut Forschern müssen 60-80 Prozent der Smartphone-Nutzer eine App mit Warn-Software nutzen. Andernfalls wäre die Reichweite zu gering um das Virus einzudämmen. Wichtig wäre daher eine Integration in die am häufig genutzten Apps von YouTube oder WhatsApp.

FAQ - Fragen zum Corona App-Tracking

Wann ist die Corona-App verfügbar?

Das Robert-Koch-Institut will eine eigene Warn-App ab Mitte April zum Download anbieten.

Sind meine persönlichen Daten sicher?

Die entwickelte Software die zum Einsatz kommt, wird den europäischen Datenschutzrichtlinien entsprechen. Der Nutzer kann freiwillig die Software installieren. Außerdem speichert das Tracking nur anonyme Nutzerdaten von Kontakten. Nach einem positiven Testergebnis muss der Infizierte selbst seinen Status von „gesund“ auf „krank“ ändern.

Für welche Smartphones ist die Corona App verfügbar?

Die Software ist für Apps ab dem Betriebssystem Android 4.3 kompatibel. Ab dem iPhone 4S werden alle iPhones von Apple unterstützt.

Kann die Corona App wirklich helfen?

Der Erfolg hängt von der Verbreitung der App ab. Um Infektionsketten wirksam zum unterbrechen, müssen laut Forscher 60-80% der Smartphone-Nutzer eine entsprechende App mit Warn-Software nutzen. Daher muss eine Integration in großen Apps wie z.B. YouTube oder WhatsApp erfolgen.

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