Corona-Warn-App: Das müssen Nutzer jetzt wissen

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Nach wochenlanger Verzögerung ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung ab sofort verfügbar. Dabei ist die Nutzung freiwillig und kostenlos und steht für Android und iOS zur Verfügung. Das müssen User jetzt wissen.

Corona-Warn-App ist endlich da

Obwohl die Corona-Warn-App bereits im April verfügbar sein sollte, hat sich die Veröffentlichung bis Mitte Juni 2020 verzögert. Seit dem 16. Juni 2020 ist die Anwendung nun erhältlich und kann von Interessenten auf ihrem Smartphone installiert werden. Dabei ist die Verwendung freiwillig und nicht verpflichtend. Allerdings hofft die Bundesregierung darauf, dass möglichst viele Nutzer die App auf ihren Gerät installieren. Denn nur so kann sie optimal arbeiten und effizient vor einer möglichen Covid19-Infektion warnen.

Denn das ist die Hauptaufgabe der Anwendung. Nutzer werden gewarnt, wenn sie längeren Kontakt zu einem Infizierten hatten. Das soll vor allem bei der Eindämmung der Ausbreitung helfen, dass so potentiell Infizierte schneller in Quarantäne gehen können und den Virus nicht unbemerkt weiterverbreiten. Doch wie funktioniert das genau?

So funktioniert die Corona-Warn-App

Die App macht sich die Bluetooth-Technologie zu Nutze, die hier als „Low Energy Bluetooth“ zum Einsatz kommt. Das heißt, dass im Umkreis von etwa 10 Metern zwar eine Vernetzung verschiedener Geräte stattfindet, der Energieverbrauch jedoch nur Minimal ausfällt. Auch deshalb, weil tatsächlich nur die allerwichtigsten Daten ausgetauscht werden. Trifft nun ein Nutzer der App auf einen anderen Nutzer der App, tauschen die beiden Geräte via Bluetooth automatisch verschlüsselte Zugangscodes aus.

Diese Codes lassen keinen Rückschluss auf die Person oder die Identität des Nutzers zu. Meldet ein User in der App, dass er sich mit Covid19 infiziert hat, wird dieser Code herangezogen und alle anderen Nutzer informiert, die mit diesem Code längeren Kontakt hatten. Sie erhalten dann eine Nachricht, dass sie sich möglicherweise angesteckt haben. Wo und durch wen bleibt dabei geheim. Nach 14 Tagen werden die Codes automatisch vom Handy gelöscht.

Muss ich Angst um meine Daten haben?

Vor allem der Datenschutz war und ist ein großes Thema der Corona-Warn-App. Dabei müssen Nutzer keine Angst um ihre Daten haben. Denn die Kommunikation der Smartphones erfolgt lediglich über anonymisierte Codes, die keine Rückschlüsse auf die Identität, den Standort oder die eigene Person zulassen. Grundsätzlich tauschen die Geräte nur diese Informationen aus:

  • es haben sich zwei Menschen getroffen
  • die Dauer des Kontakts
  • der Abstand, den beiden eingehalten haben

Alle anderen Daten zur Person, dem Standort oder anderen Aspekten werden nicht erhoben und auch nicht gespeichert. Dabei erfolgt die Sicherung dezentral. Das heißt, dass nie alle Informationen auf einem Server und Ort zugänglich sind. Wer also auf einen Server Zugang erhält, findet dort beispielsweise nur die anonyme ID des Nutzers (ohne Namen) oder seinen Gesundheitszustand. Niemals beide Daten zusammen. Das macht es nahezu unmöglich, mit diesen Einzeldaten etwas anzufangen, da weitere relevante Informationen fehlen.

Tracing-App vs. Tracking-App – Die Unterschiede

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Thema Datenschutz ist die Tatsache, dass es sich bei der Corona-Warn-App um eine Tracing-App und nicht um eine Tracking-App handelt. Im Gegensatz zum Tracking verfolgt das Tracing einen Nutzer nicht auf Schritt und Tritt und kann dadurch auch keine Bewegungsprofile erstellen. Stattdessen wird beim Tracing lediglich ermittelt, dass zwei Geräte Kontakt miteinander hatten. Diese Informationen werden mittels einer stetig wechselnden anonymen ID dezentral gespeichert und nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Eine Rückverfolgung ist damit nicht möglich.

Wer die App nutzen möchte, benötigt ein Smartphone mit Android oder ein iPhone mit iOS. Auf beiden Systemen ist die App kostenfrei im jeweiligen Appstore erhältlich. Ein Login oder eine andere Bekanntgabe der Identität ist nicht notwendig. Nutzer müssen lediglich ihr Einverständnis dafür geben, dass die App die Begegnungen sichern darf. Außerdem ist es sinnvoll, die Push-Benachrichtigungen zu aktivieren, um direkte Informationen zu erhalten, sollte sich ein Kontakt als positiv zurückmelden. Alle Informationen und Details zur App finden Interessenten hier.

FAQ zur Corona-Warn-App

Für welche Smartphones gibt es die Corona-Warn-App?

Derzeit ist die App für Geräte mit Android-Betriebssystem sowie iPhones verfügbar. Interessenten können sie kostenlos im jeweiligen Appstore downloaden.

Welche Daten sammelt die Corona-Warn-App?

Die Corona-App sammelt keine personenbezogenen Daten, sondern lediglich Informationen zum Gerät und der Dauer des Kontakts. Grundsätzlich werden diese Informationen gespeichert und nach 14 Tagen wieder gelöscht: Zwei Smartphones sind sich begegnet und standen für die Dauer X mit einem Abstand Y beieinander. Dabei werden lediglich stetig wechselnde IDs und Codes verwendet, die keine Rückschlüsse auf die Person oder den Standort zulassen.

Was passiert, wenn ein Kontakt eine Covid19-Infektion melden?

Trägt ein Nutzer in der App ein, dass er Covid19-positiv getestet wurde, prüft die App, mit welchen Geräten er wie lange Kontakt hatte. Diese Nutzer erhalten dann eine Nachricht auf ihrem Smartphone, dass sie sich möglicherweise angesteckt haben und testen lassen sollen. Eine Information darüber, wer ihrer Begegnungen positiv getestet wurde, erhalten sie nicht. Ebensowenig wo die Begegnung stattgefunden hat. Dadurch lässt sich nicht verfolgen, wer er potentielle Überträger gewesen ist.

Kann jeder einfach eine Infektion in der App melden?

Nutzer, die in der App eine Infektion eintragen, müssen diese nachweisen. Zum Beispiel über einen QR-Code, den das Testlabor bereitstellt, oder über eine spezielle TAN. Ohne diese, wird die Eintragung nicht an die möglichen Kontakte weitergegeben. Das soll einen Missbrauch und die unnötige Testung eigentlich gesunder Menschen verhindern.

Was tue ich, wenn ich eine Nachricht über eine mögliche Ansteckung erhalte?

Sollte die App Sie informieren, dass Sie sich möglicherweise angesteckt haben, erhalten Sie umfassende Informationen über den weiteren Ablauf und konkrete Handlungsempfehlungen. Außerdem gibt es eine Telefon-Hotline, an die sich bei Unsicherheiten und Fragen wenden können. In der Regel sollten sich Nutzer, die eine solche Information erhalten, schnellstmöglich auf Covid19 testen lassen und vorsorglich den Kontakt zu anderen meiden.

Ist die Corona-Warn-App Pflicht?

Nein, die Nutzung der App ist freiwillig, bietet jedoch einen großen Mehrwert. Sie helfen damit aktiv bei der Eindämmung der Corona-Pandemie und sind direkt informiert, sollten Sie Kontakt zu einem Infizierten gehabt haben. Das hilft dabei, die Infektionsketten zu durchbrechen und die Infektionsraten zu senken. Dadurch schütze auch Sie sich vor einer Ansteckung.

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