Das teuerste Handy Deutschlands? o2 kritisiert Handysubvention

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o2 nimmt mit einem Werbespot das klassische Handysubventionsmodell der Wettbewerber aufs Korn. Und legt damit den Finger in eine Wunde, die bereits bei zahlreichen Kunden existieren dürfte. Und das oft gänzlich unbemerkt. Das steckt dahinter.

o2 kritisiert Handysubventionierung

Seit Jahren erfreut sich das Model der Handysubvention bei den meisten Anbietern großer Beliebtheit. Dabei buchen Kunden einen Handyvertrag zusammen mit einem Handy und bezahlen für dieses einen monatlichen Handyzuschlag. Dieser wird über den Tarif abgerechnet und erscheint als Unterposten auf der Rechnung. Das Problem: Dieser Zuschlag endet nicht automatisch. Führen Nutzer den Vertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit unverändert fort, fällt auch der Zuschlag weiterhin an. Das führt dazu, dass viele Kunden deutlich mehr für ihr Handy bezahlen als notwendig wäre.

In einem Spot prangert o2 dieses Verfahren nun an. Darin kommt der fiktive Mobilfunkkunde Ernst zu Wort, der seit gut 25 Jahren einen monatlichen Zuschlag für sein Handy bezahlt. Und zwar für das gleiche Model, welches er seit gut einem viertel Jahrhundert nutzt. Mehr als 5.000 Euro habe er so in den Sand gesetzt, heißt es im Spot. Eine Information seines Anbieters, dass er für etwas bezahlt, was bereits seit langem „abbezahlt“ ist, habe er nie erhalten. Das ist in der Realität häufig ebenfalls so. Betroffenen Kunden werden zwar mitunter neue Smartphones im Zuge einer Vertragsverlängerung angeboten, dass sie bei Ablehnung ihr altes Gerät weiter mitbezahlen, wird jedoch oft nicht genannt.

Werbespot für o2 my Handy

Natürlich versteht sich der Spot nicht als Aufklärungskampagne, sondern als Werbespot. Darin macht o2 auf das hauseigene o2 my Handy Modell aufmerksam, welches die Nachteile der klassischen Handysubvention eliminiert. Denn Kunden schließen hier einen separaten Vertrag für das Smartphone ab, welcher eine Laufzeit von 6 bis 48 Monaten aufweist. Über diesen Zeitraum hinweg bezahlen Nutzer das Gerät mit einer monatlichen Rate ab. Ist die letzte Rate beglichen, endet auch die Finanzierung. Eine „Überbezahlung“ wie beim klassischen Subventionsmodell gibt es hier nicht.

Beispiel für o2 my Handy Finanzierung

Dadurch hat o2 my Handy viele Vorteile, aber auch Nachteile. Denn Tarif und Handy sind getrennt voneinander und werden jeweils einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dadurch kann es vorkommen, dass zwar der Tarif, nicht jedoch das Smartphone genehmigt werden. Außerdem läuft der Tarif losgelöst vom Handy weiter und muss trotzdem gekündigt werden. Insgesamt spart das System oft jedoch Geld. Vor allem bei Kunden, die beispielsweise die Kündigung vergessen.

o2 my Handy vs. Subvention

Auch wenn der o2 Spot vorrangig Werbung darstellt, spricht er einen wichtigen Punkt an. Kunden sollten ihre Verträge regelmäßig prüfen und vor allem fristgerecht kündigen. Bei Tarifen mit Handyzuschlag lassen sich so viele Euros sparen. Denn nach der Küdngung warten die Anbieter in der Regel mit attraktiven Rückholangeboten auf. Wer Handy und Tarif weiterhin nutzen möchte, sollte rechtzeitig prüfen, ob eine Simonly-Verlängerung möglich ist. In diesem Fall bleibt der Tarif erhalten, wird jedoch ohne Handyzuschlag verlängert. Das bisherige Gerät wird einfach weiter genutzt.

Prüfen Sie vor Abschluss eines Vertrages immer, welche Kosten für das Gerät genau anfallen. Oft ist der Unterschied zum losgelösten Kauf zum Vollpreis nur gering. Falls sich doch eine Ersparnis ergibt, denken Sie an die fristgerechte Kündigung, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.

Zu beachten gilt, dass die Handysubvention in der Regel nicht automatisch von der Rechnung verschwinden. Finden keine Kündigung, Vertragsverlängerung oder ein Tarifwechsel statt, wird sie weiterhin berechnet. Auch nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit. Gut zu wissen: Neben o2 nutzen auch Blau und congstar eine losgelöste Ratenfinanzierung. Telekom, Vodafone und die meisten übrigen Anbieter setzen jedoch weiterhin auf die Subventionierung.

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