Einheitlicher Ladeanschluss für alle Geräte? Kommt er doch noch?

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Nach mehr als zehn Jahren vergeblicher Bemühungen soll er nun doch noch kommen: Der einheitliche Ladeanschluss für alle Geräte. Was die Hersteller nicht freiwillig schafften, soll nun eine EU-Vorgabe richten.

Einheitlicher Ladeanschluss – der nie kam

Vor mehr als zehn Jahren sollte der Wildwuchs verschiedener Ladeanschlüsse eigentlich ein Ende haben. Ein einheitliches Ladegerät, mit dem jedes Smartphone oder Tablet geladen werden kann, sollte für weniger Elektroschrott, eine längere Lebensdauer von Lade- und Mobilgeräten und für weniger Frust bei den Kunden sorgen. Zum Vergleich: 2009 gab der Markt fast 30 verschiedene Anschlüsse mit unterschiedlichen Steckern her. Die EU-Kommission wollte das ändern und bat die Hersteller, doch einen einheitlichen Anschluss zu verwenden.

Richtig gehört: Sie bat darum. Denn eine Vorgabe, an die sich einfach jeder zu halten hatte, gab und gibt es nach wie vor nicht. Stattdessen sollten die Hersteller freiwillig auf ein einheitliches Ladegerät setzen. Ein solches war auch schnell gefunden. In Form des Micro-USB-Anschlusses. Und tatsächlich, die größten zehn Hersteller weltweit unterschrieben eine gemeinsame Absichtserklärung, in Zukunft nur noch Micro-USB-Anschlüsse verbauen zu wollen. Darunter Nokia, Sony, HTC und auch Apple. Doch eine Absichtserklärung ist nur die halbe Miete. Während der Rest sich tatsächlich an diese hielt, blieb Apple stur und nutzt bis heute ein eigenes Anschlussformat.

Kommt der Ladenschluss für alle nun doch noch?

Etwas mehr als zehn Jahre später will die EU-Kommission nun einen neuen Vorstoß wagen. Wie netzpolitk.org berichtet, gibt es in Brüssel offenbar eine Gesetzesinitiative, die einen einheitlichen Anschluss über alle Hersteller hinweg vorsieht. Und zwar für Smartphones, Tablets, Laptops und andere elektronische Geräte wie eReader, Kopfhörer und Co. Läuft alles wie geplant könnte der Gesetzesentwurf bereits im Sommer 2021 vorliegen. Bis dahin gilt es jedoch noch einiges zu prüfen. Zum Beispiel die rechtliche Basis für so eine Vorgabe.

Photo by Markus Winkler on Unsplash

Für welchen Anschluss man sich entscheiden wird, ist jedoch noch offen. Denkbar wäre beispielsweise das USB-C-Format. Denn derzeit teilen sich drei Anschlüsse den Markt: Micro-USB (vor allem bei älteren und günstigen Modellen), USB-C und Lightning (das aktuelle Apple-Format). Da Mico-USB längst von USB-C überholt wurde und das proprietäre Lighting-Format eigentlich nicht in Frage kommt, bleibt in der Theorie vor allem USB-C als aussichtsreicher Kandidat übrig. Wann mit der finalen Einführung des einheitlichen Ladegeräts zu rechnen ist und wie es schlussendlich aussehen wird, muss sich jedoch erst noch zeigen.

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