EU-Kommission: Bei 5G steht Sicherheit und nicht Profit im Fokus

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Die EU-Kommission ermahnt die Mitgliedsstaaten, das beim Auf- und Ausbau von 5G der Fokus auf dem Aspekt Sicherheit liegen sollte. Darauf sollten sich die Anbieter konzentrieren und nicht wie in der Vergangenheit vor allem finanzielle Gesichtspunkte in den Vordergrund rücken.

EU-Kommission ermahnt Mitgliedsstaaten

Der Zukunftsstandard 5G ist nicht nur in Deutschland ein wichtiges Thema, sondern beschäftigt auch die EU. Denn in den nächsten Jahren werden viele Mitgliedsstaaten damit beginnen, 5G auf- und auszubauen. Während hierzulande die Versteigerung der 5G-Frequenzen in vollen Gange ist, hat T-Mobile Austria vor kurzem den Start des ersten 5G-Netzes des Landes bekannt gegeben.

Gegenüber der Funke Mediengruppe sprach EU-Sicherheitskommissar Julian King nun eine Warnung aus. Adressiert war diese an die Mitgliedsstaaten, bei denen 5G in nächster Zeit zum Thema wird oder bereits ist. Dabei mahnt der Sicherheitskommissar an, dass die Länder beim Auf- und Ausbau von 5G nicht die finanziellen Interessen in den Vordergrund stellen sollten. Das war vor einigen Jahren bei 4G geschehen. Damals seien wirtschaftliche Interessen die zentralen Entscheidungsgrundlage gewesen, heißt es.

Sicherheit statt Gewinn

Statt auf Umsatz und Gewinn sollten sich die EU-Mitgliedsstaaten auf die Sicherheit der 5G-Netze konzentrieren. Denn bei den 5G-Netzen handle es sich um die „Superautobahn all unserer Daten“, die entsprechend anfällig und gefährdet sind. Dritte könnten sich die umfassende Verfügbarkeit der Daten zu Nutze machen, um an essentielle Informationen zu gelangen. Die Vernetzung erlaubt jedoch auch das Eindringen in Netzwerke und Strukturen, um diese anzugreifen und zu stören.

„Wir werden bis Ende des Jahres einen Instrumentenkasten sowohl für die nationale wie europäische Ebene haben, um Bedrohungen des 5G-Netzes zu verringern“, so der Kommissar. Dabei wolle man zum Beispiel Produkte, Dienstleistungen oder Lieferanten ermitteln, „die möglicherweise als nicht sicher eingestuft werden“. Allerdings will die EU bestimmte Unternehmen und Länder nicht automatisch ausschließen. Man wolle objektiv und umfassend prüfen, wer als nicht vertrauenswürdig eingestuft werde. Offenbar hat die EU dabei auch Huawei im Blick. Der Hersteller von Netzwerktechnik geriet vor kurzem in die Kritik, als Sicherheitsbedenken wegen seiner chinesischen Herkunft aufkamen.