EU-Roaming ohne Großbritannien: So teuer kann es werden

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Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU behielten die meisten Anbieter den Inselstaat im EU-Roaming. Doch diese Übergangslösung gerät nun ins Wanken. Und das kann richtig teuer werden, wie das Beispiel A1 Österreich zeigt.

Roaming-Gebühren in Großbritannien

Nach dem Brexit blieb für viele Mobilfunkkunden vorerst alles wie gehabt. Denn die meisten Anbieter gewährten eine Übergangsfrist auf unbestimmte Zeit, in der Großbritannien weiterhin unter das EU-Roaming fiel. Der in Österreich angesiedelte Anbieter A1 gehört nun zu den ersten, die das Vereinigte Königreich aus den EU-Roaming-Bedingungen werfen. Seit 1. Juni 2021 fallen für die Mobilfunknutzung in England, Wales, Schottland und Nordirland wieder Roaminggebühren an, berichtet Der Standard.

Betroffen sind nicht nur A1 Kunden, sondern auch die Nutzer der Tochtermarken Bob, Yesss und Red Bull Mobile. Und für die wird die mobile Kommunikation in Großbritannien nun richtig teuer. Satte 2,49 Euro pro Minute erhebt A1 für eine Gesprächsminute. Ankommende Gespräche schlagen mit 1,49 Euro pro Minute zu Buche, eine SMS mit 99 Cent. Auch die mobile Datennutzung ist kein Schnäppchen. Für 1,49 Euro können Kunden  lediglich 100 KB verbrauchen. Ein Megabyte an Daten kostet so bereits über 15 Euro.

Kommunikation in Großbritannien wird teurer

Zwar ist A1 derzeit der erste größere Anbieter im deutschsprachigen Raum, der Großbritannien aus dem EU-Roaming wirft, er wird jedoch auf lange Sicht nicht der einzige bleiben. Denn auch die deutschen Anbieter erklärten nach dem Brexit zwar, dass sich am Status des Landes im EU-Roaming vorerst nichts ändere, wollten sich jedoch mehrheitlich nicht auf eine dauerhafte Aufrechterhaltung dieses Status Quo festlegen.

Dadurch kann es in naher oder ferner Zukunft auch hierzulande dazu kommen, dass das Vereinigte Königreich aus dem EU-Roaming entfällt und in eine andere Länderzone mit höheren Gebühren rutscht. Telefónica hatte bereits angekündigt, dass das im Fall der Fälle die die Weltzone 2 oder 3 wäre. Dort kosten Gesprächsminuten bis zu 1,49 Euro und SMS bis zu 39 Cent. Ob und wann es bei den deutschen Anbietern soweit sein könnte, ist jedoch noch unklar.

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