Kartellamt-Forderung nach vierten Netzbetreiber – sinnvoll oder nicht?

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Seit der Fusion zwischen o2 und E-Plus gibt es in Deutschland nur noch drei Netzbetreiber. Neben Telefónica Deutschland betreibt die Telekom und Vodafone noch ein eignes Mobilfunknetz. Doch das Kartellamt möchte die Marktmacht der Telekom, Vodafone und o2 bremsen und ist weiterhin offen für ein viertes Mobilfunknetz.

Kartellamt fordert vierten Netzbetreiber

Im Jahr 2014 wurde die Fusion der beiden Netzbetreiber o2 und E-Plus unter Auflagen genehmigt. Seither ist Telefónica Deutschland mit der Netzintegration beschäftigt, denn die Infrastruktur der beiden Mobilfunknetze muss vereinheitlicht werden. Bis der Zusammenschluss der beiden Netze komplett abgeschlossen ist, wird noch einige Zeit vergehen.

Wieso eine Fusion?
Der Zusammenschluss der beiden Mobilfunknetze bringt dem Mobilfunkunternehmen Telefónica Deutschland langfristig Synergien. Dadurch kann der Netzbetreiber mehr bzw. größere Investitionen in den Ausbau seines Mobilfunknetzes tätigen.

Statt dem Bundeskartellamt hatte die EU-Kommission die Übernahme von E-Plus in Brüssel geprüft und letztendlich grünes Licht gegeben. Gut vier Jahre später werden – vor der 5G-Vergabe – im Bundeskartellamt Rufe nach einem vierten Netzbetreiber lauter. Allen voran der Präsident des Kartellamts, Andreas Mundt, zeigt sich im Gespräch mit dem Handelsblatt offen für einen vierten Mobilfunkanbieter offen: „Wir wären nicht gut beraten, mit einer Situation in die Zukunft zu gehen, in der es nur drei große Netzbetreiber gibt.“ Mit nationalen Roaming, soll ein neuer Anbieter in Deutschland schneller Fuß fassen.