freenet erhofft sich Mitnutzung des 5G-Netzes von 1&1 Drillisch

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Noch gibt es keine finale Entscheidung bei der 5G-Versteigerung, die zwischen Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 Drillisch ausgetragen wird. Sollte 1&1 Drillisch wie erhofft zum Zuge kommen, gibt es jedoch bereit einen Netz-Interessenten. Denn freenet möchte das künftige Netz der United Internet Marke mitbenutzen.

1&1 Drillisch bietet auf 5G-Frequenzen

Seit Mitte März 2019 kämpfen die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 sowie die United Internet Marke 1&1 Drillisch um die begehrten 5G-Frequenzen. Nachdem die Auktion bereits kurz vor ihrem Ende schien, hat der Bieterwettkampf vor einigen Tagen noch einmal Fahrt aufgenommen. Mittlerweile liegen die gebotenen Beträge bei mehr als 5 Milliarden Euro.

Neben den drei Netzbetreibern hat vor allem 1&1 Drillisch ein reges Interesse daran, sich die wichtigen Frequenzen zu sichern. Denn der Provider plant mit einem eigenen 5G-Netz. Dafür werden jedoch erst einmal eigene Frequenzblöcke benötigt, die dem Unternehmen derzeit noch fehlen. Sollte 1&1 Drillisch zum Zuge kommen, will der Provider in den nächsten Jahren als Netzbetreiber aktiv werden. Eventuell zusammen mit Telefónica, mit dem ein National Roaming angedacht ist.

freenet will 1&1-Netz mitbenutzen

Sollten die Pläne aufgehen, hat 1&1 Drillisch bereits einen Interessenten. Denn freenet plant offenbar, dass neue 1&1 Drillisch Netz mitzubenutzen. Gegenüber der Welt äußerte Konzernchef Christoph Vilanek entsprechende Pläne und erklärte: „Natürlich wollen wir auch auf das Netz von United Internet. Sollte dieses Netz gebaut werden, würden wir dazu Gespräche führen. United Internet hätte dann ja ebenfalls Interesse, Nutzer auf dieses Netz zu bekommen. Da können wir helfen.“

In den Augen des Unternehmens stünden die Chancen dafür gut. Denn die Bundesnetzagentur hat für 5G die Lizenzbedingungen verbessert und unter anderem ein technologieneutrales Verhandlungsgebot sowie ein Diskriminierungsverbot eingefügt. Das heißt, dass Netzbetreiber Wettbewerbern für die Nutzung der Netze keine schlechteren Bedingungen diktieren können als sie innerhalb des eigenen Unternehmens gelten.

freenet war 5G zu teuer

Weshalb sich freenet nicht an der Auktion beteiligt, begründet Christoph Vilanek mit den Kosten der Versteigerung. Deren Höhe war bereits im Vorfeld abzusehen und passte nicht zu den Investitionsplänen des Unternehmens. Zudem hätte freenet kein reines 5G-Netz aufbauen können, sondern hätte auch die älteren Netzstandards berücksichtigen müssen. „Es müsste auch abwärtskompatibel sein. So etwas kann schon einmal mehr als zehn Milliarden Euro kosten“, so der Konzernchef.

Darauf angesprochen, weshalb freenet diese Kosten scheut, obwohl 1&1 Drillisch genau das vor hat, meint der Manager: „Mit dem Unterschied, dass Herr Dommermuth eine Wette auf nationales Roaming macht. Er will und muss also die Netze der Konkurrenten zumindest dort nutzen, wo er kein eigenes Netz hat. Dadurch ist das Machtverhältnis zu den Netzbetreibern auch nicht besser als unseres.“ Für Verbraucher wird sich in sei