freenet Funk wird Tarifmissbrauch auch weiterhin abstrafen

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Hinter freenet Funk liegen turbulente Tage. Nach dem die günstige Unlimited-Flat mit großer Resonanz gestartet war, erhielt das Produkt aufgrund einiger Kündigungen nun einen Dämpfer. Nach einem Statement der Pressestelle äußert sich das Unternehmen nun auch auf Facebook zu den Vorfällen. Dabei wird klar: freenet Funk will sich als Handytarif verstanden wissen und geht auch weiterhin gegen eine missbräuchliche Nutzung vor.

Update vom 25.07.2019

Mittlerweile hat der Anbieter das Thema „Datenobergrenze“ in einem weiteren Post aufgegriffen und deutlich gemacht, dass das Angebot zur mobilen Nutzung gedacht ist:

[…] viele von euch haben nach einer Datenobergrenze gefragt. Wir haben uns absichtlich gegen eine Datenobergrenze entschieden. Unlimited soll auch weiterhin unlimited bedeuten, aber für eine mobile Nutzung. Freenet FUNK ist nicht als DSL-Ersatz gedacht und soll auch nicht als solcher genutzt werden.

Den meisten Kunden ist diese Erklärung dennoch zu schwammig. Sie fordern in den Kommentaren klare Grenzen und merken an, dass hohe Datenmengen auch mit Smartphones und Tablets erreicht werden können. Positiv ist zu bewerten, dass der Anbieter betroffene Kunden in Zukunft nicht einfach abschalten, sondern vorab informieren will.

freenet Funk in der Kritik

Das noch recht junge Angebot freenet Funk wurde zum Start im Mai 2019 von vielen Seiten gelobt. Denn für 99 Cent am Tag erhalten Nutzer einer Allnet Flat inklusive unbegrenzter Datenflat. Durch den günstigen Preis hat das Angebot bereits zum Start eine große Fangemeinde versammelt. Dabei haben es einige Nutzer jedoch auch übertrieben und zum Teil mehr als 500 GB pro Monat verbraucht.

freenet Funk hat dieses Vorgehen nun abgestraft und als missbräuchlich eingestuft. Betroffenen Kunden wurde gekündigt. Das führte zu viel Empörung in der Community. In einem Statement äußerte sich der Anbieter bereits zum Sachverhalt. Nun folgte ein umfangreiches Facebook-Posting, in dem freenet Funk noch einmal auf die aktuellen Vorgänge eingeht. Dabei räumt das Unternehmen auch Fehler ein.

Missbräuchliche Nutzung bei einigen Kunden

Unter anderem bestätigt der Anbieter, dass es kleine Zahl an Kündigungen gegeben habe und auch die AGB angepasst wurden. Denn in diesen hatte freenet kurz nach Start des Angebots einen Passus eingefügt, der die Nutzung der Tarife auf Geräte mit eigenständiger Stromversorgung, also einen Akku, beschränkt. Damit soll verhindert werden, dass Kunden die Tarife in stationären Routern als Festnetzersatz nutzen. Dabei sei die Anpassung in den AGB jedoch nicht geschehen, um zukünftige Kündigungen zu rechtfertigen, heißt es. Stattdessen habe man „mehr Transparenz in das Thema Missbrauch in den AGB“ bringen wollen. Außerdem erklärt der Anbieter weiter:

Es geht uns um unser Produkt, von dem wir und der Großteil von Euch unfassbar überzeugt sind. Ja, wir bedauern es wirklich, wie es abgelaufen ist – da hätten wir einen besseren Weg finden können und werden an dieser Situation wachsen. Dennoch lag und liegt unser Fokus darauf, Euch diesen einmaligen Tarif anbieten zu können und das war eine enge Kiste. Das ist einer der Gründe, warum wir gegen missbräuchliche Nutzung vorgegangen sind und weiterhin auch vorgehen werden.

In der Tat dürften Verbräuche von mehreren hundert Gigabyte pro Monat arg an der Wirtschaftlichkeit des Angebots kratzen. Sollte zu viele Nutzer mehr als die von freenet kalkulierten Datenmengen verbrauchen droht wohl auf kurz oder lang eine Preisanpassung. Diese würde dann alle Kunden treffen. Entsprechendes deutet freenet Funk mit der Formulierung „knappe Kiste“ zumindest an. Es ist nachvollziehbar, dass der Anbieter nicht alle Kunden dafür bestraften möchte, dass einige wenige Nutzer den Tarif deutlich über Gebühr verwenden.

freenet Funk versteht sich als Handytarif

Ein wichtiger Satz dürfte auch dieser hier sein:

Und hey, es geht hier immer noch um eine mobile Nutzung, versucht es ein bisschen mit Bedacht!

Damit deutet der Anbieter an, dass sich die Offerten als Handytarife verstehen und hauptsächlich für diesen Einsatz vorgesehen sind. Zwar können Kunden die Simkarte vergleichsweise offen auch zum Erstellen eines mobilen Hotspots, für das Tethering oder in Tablets und mobilen WLAN-Routern nutzen, der Datenverbrauch spielt dennoch keine unwichtige Rolle. Denn trotz Unlimited-Flat ist dieser nicht gänzlich unlimitiert, sondern sollte sich in einem angemessen Rahmen bewegen. Wo sich dieser befindet und wann Kunden ihn überschreiten, erklärt das Unternehmen jedoch nicht. 500 GB und mehr pro Monat sind offenbar deutlich viel.

Kündigungen finden auch in Zukunft statt

Für Kunden ändert sich jedoch vorerst nichts. Sie können ihre Tarife weiterhin nutzen und auch von der Unlimited-Flat profitieren. Hier sollten Power-User, die schnell im dreistelligen Gigabyte-Bereich landen, jedoch nun wachsamer sein und ab und an ihren Verbrauch überprüfen. Denn freenet Funk macht klar, dass es auch in Zukunft kündigen bei einer missbräuchlichen Nutzung geben wird. Und diese sieht der Anbieter offenbar bei einem „zu hohen Datenverbrauch“ als gegeben an.

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