Bundesregierung will rund 5.000 Funklöcher schließen

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Funklöcher sind vor allem auf dem Land ein großes Problem. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und will sich stärker für deren Schließung einsetzen. Dazu gehören nicht nur die finanzielle Förderung des Ausbaus, sondern auch eine Informationskampagne, um die Bedenken gegen Antennen, Funkmasten und Standorte auszuräumen.

Mehr als 5.000 Funklöcher in Deutschland

In den Städten und Ballungsgebieten können Mobilfunkkunden meist problemlos kommunizieren und schnelle Datenraten nutzen. Problematisch wird es jedoch auf dem Land. Dort gibt es nach wie vor mehr als 5.000 Funklöcher, in denen zum Teil gar keine mobile Kommunikation möglich ist. Für die Netzbetreiber ist ein Ausbau in diesen Regionen oft nicht lukrativ. In den vorwiegend dünn besiedelten Gegenden fehlt es an Kunden, die den teuren Ausbau refinanzieren könnten. Dieses Problem will die Bundesregierung nun angehen und dabei auch selbst aktiv werden, teilte diese auf der Digitalklausur der Bundesregierung am Sonntag mit.

Im Rahmen einer mehrjährigen „Kommunikationsinitiative“ will die Bundesregierung in Zukunft besser über die Vor- und Nachteile des Mobilfunkausbaus aufklären. Denn „Alle wünschen sich eine leistungsstarke und flächendeckende Mobilfunkversorgung“, heißt es. „Aber mitunter scheitert der Ausbau von Standorten für Mobilfunkmasten an Widerständen vor Ort.“ Aus Angst vor einer zu hohen Strahlenbelastung oder aus optischen Gründen gehen Bürger nicht selten gegen den Auf- und Ausbau neuer Mobilfunkmasten vor. Gegenüber der DPA erklärte die Regierung deshalb das Ansinnen genauer: „Dabei sollen die technischen Eigenschaften, die Anwendungsfelder und die Möglichkeiten neuer Technik ebenso im Fokus stehen wie gesellschaftliche Auswirkungen und mögliche gesundheitliche Aspekte.“

Wie will die Bundesregierung den Ausbau fördern?

Ein weiterer Aspekt, der den Ausbau an vielen Standorten verzögert, sind die langen Genehmigungsverfahren für Antennen und neuen Standorte. Auch an diesem Problem will die Bundesregierung arbeiten und die Laufzeiten der Anträge bei Kommunen, Ländern und Behörden verkürzen. Das soll in Zukunft einen deutlich schnelleren Ausbau möglich machen. Derzeit gebe es rund 1.000 Anträge, die noch auf eine Genehmigung warten, heißt es.

Um gezielt gegen weiße Flecken vorzugehen, ist zudem der Aufbau mehrerer tausend neuer Mobilfunkstandorte notwendig. Zwar versorgen bereits 74.000 von diesen die Bevölkerung im Bundesgebiet, das reiche jedoch bei weitem nicht aus. An diesem Problem arbeiten auch die Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefónica (o2), die sich zusammentun und gemeinsam rund 6.000 neue Standorte realisieren wollen. Allerdings sei das nicht genug, um wirklich gegen alle weiße Flecken vorzugehen, heißt es. Weitere 5.000 Standorte will die Bundesregierung angehen und stellt dafür Gelder von 1,1 Milliarden Euro bereit.

Wer erhält eine Förderung für den Ausbau?

Mit den zur Verfügung gestellten Geldern will die Bundesregierung den Ausbau der Netzbetreiber unterstützten. Vor allem in Regionen, die für diese nicht besonders attraktiv sind. Dort, wo dennoch kein Ausbau stattfindet, will die Regierung zudem selbst aktiv werden und eigene Aufträge vergeben. Damit es dabei gerecht zu geht, soll eine Mobil­funkin­frastruk­turge­sell­schaft die Verwaltung und Steuerung übernehmen. Dabei ist die Freigabe der 1,1 Milliarden Euro bis 2024 geplant. Das soll „so gut wie alle Funklöcher“ schließen, heißt es. Angestrebt wird eine Versorgung von fast 100 Prozent der Haushalte sowie 97,5 Prozent der deutschen Fläche.

Die Milliardensumme stammt dabei aus den Erlösen der 5G-Auktion. Diese hatte im Sommer 2019 rund 6,55 Milliarden Euro eingebracht. Wo es derzeit noch mau mit der mobilen Versorgung aussieht, können Kunden zum Beispiel bei der Bundesnetzagentur einsehen.

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