Gesundheits-Apps auf Rezept: Ärzte können Apps verschreiben

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Gesundheitsvorsorge und Behandlung werden immer digitaler. Damit Patienten auch tatsächlich davon profitieren, können Ärzte ab sofort Gesundheits-Apps auf Rezept verschreiben. Dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Anwendungen für die Dauer von bis zu einem Jahr. Das steckt hinter dem neuen Angebot.

Gesundheits-Apps auf Rezept

Nicht erst seit Corona findet über die modernen Medien immer häufiger eine Gesundheitsvorsorge und Behandlung statt. Neben zahlreichen Webseiten bietet auch immer mehr Apps einen Mehrwert für die Gesundheit. Damit sich Betroffene diese in Zukunft auch tatsächlich zu Nutze machen können, können Erkrankte sich die Anwendungen ab sofort vom Arzt verschreiben lassen. In diesem Fall übernehmen die Krankenkassen die Kosten und stellen die Inhalte ohne Aufpreis zur Verfügung.

Zum Start stehen auf der neuen Diga-Liste, der „Liste mit verschreibungsfähigen digitalen Gesundheitsanwendungen“, zwei Programme: Kalmeda für Patienten mit Tinnitus sowie Velibra, ein Selbsthilfeprogramm für Angstpatienten. Beide Programme bieten Betroffenen eine schnelle Hilfe bei der Bewältigung und Verbesserung ihrer Beschwerden und arbeiten auf Basis einer Verhaltenstherapie. Nachdem ein Arzt die Anwendungen verschrieben hat, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Bei Kalmeda sind das beispielsweise knapp 120 Euro für 90 Tage via App, bei Velibra sogar knapp 500 Euro für das webbasierte Angebot.

App auf Rezept nutzen – So geht’s

Um eine der beiden Anwendungen auf Rezept zu erhalten, muss ein Arzt sie auf dem üblichen Weg für Heilmittel verordnen. Das ist Anfangs noch per Papierrezept möglich, soll nach und nach jedoch auch als E-Rezept digital erfolgen. Das Rezept reichen Patienten bei ihrer Krankenkasse ein und erhalten dann einen 16-stelligen Freischaltcode, mit dem die Programme kostenlos gestartet werden können. Dafür haben die Nutzer bis zu drei Monate Zeit, der Start kann also individuell bestimmt werden.

Wer bereits eine Diagnose hat, für die es eine entsprechende App auf der Diga-Liste gibt, kann sich jedoch auch proaktiv an seine Krankenkasse wenden und um einen Freischalt-Code bitten. Das soll den Angaben nach auch ohne Umweg über den Arzt möglich sein, sofern das Krankheitsbild zu einer der Therapie-Dienste passt. Nach und nach soll die Liste zudem um weitere Anwendungen ergänzt werden. Den Angaben nach sind derzeit 21 weitere Programme in der Prüfung. Mit 75 zusätzlichen Diensten werden bereits Gespräche geführt. Relativ kurzfristig soll die Diga-Liste also um weitere Angebote anwachsen. Zum Beispiel um Programme für chronisch Kranke oder um Hilfs-Apps, die bei der Medikamenteneinnahme unterstützten.

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