Google schließt Huawei von Android-Apps und Sicherheit-Updates aus

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Der Suchmaschinengigant Google beugt sich den Forderungen des US-Präsidenten Donald Trump und beendet die Geschäftsbeziehungen zu Huawei. Das könnte langfristig Auswirkungen auf Android-Updates und Android-Apps haben. Davon betroffen sind vor allem zukünftige Nutzer der Huawei-Smartphones.

Update vom 21.5.2019

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, räumt die US-Regierung Huawei eine 90-tägige Übergangsfrist ein. Dadurch hat der Hersteller noch drei Monate lang die Möglichkeit US-Produkte zu kaufen, die für den Unterhalt der bestehenden Netze notwendig sind. Darunter fällt auch die Bereitstellung von Software-Updates für bereits existierende Smartphones. „Um es kurz zu machen, diese Erlaubnis bedeutet, dass die existierenden Smartphones und ländlichen Breitbandnetze weiter funktionieren“, wird Handelsminister Wilbur Ross zitiert.

Allerdings gilt dieses Zugeständnis nur für bereits existierende Geräte. Neue Modelle fallen nicht darunter. Als Stichtag gilt hier der 16. Mai 2019. Außerdem ist es Huawei untersagt, Komponenten in den USA zu kaufen, um damit neue Produkte ohne Lizenzzulassung herzustellen. Die 90-Tage-Frist läuft am 19. August 2019 aus. Dabei untersucht das Handelsministerium, ob eine Verlängerung Sinn macht. Wie sich die Debatte bis dahin entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Möglicherweise lenken die USA im Handelsstreit mit China doch noch ein oder lockern das Embargo für Huawei. Auch eine Überraschung durch Huawei ist denkbar. Zum Beispiel durch den Start eines eigenen Betriebssystems.

Google schließt Huawei aus

Der hinter Google stehende Konzern Alphabet geht einen drastischen Schritt und kappt die Geschäftsbeziehungen zu Huawei. Damit reagiert das Unternehmen auf den von der US-Regierung ausgerufenen Telekommunikationsnotstand. Denn die Regierung rund um US-Präsident Donald Trump verdächtigt Huawei der Spionage für die chinesische Regierung. Dadurch ist der Hersteller auf die schwarze Liste gerutscht. US-Unternehmen dürfen nun nur noch mit Sondergenehmigung mit Huawei zusammenarbeiten.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, reagiert Google auf die Entscheidung der Regierung mit der Einstellung der Geschäftsbeziehungen zu Huawei. Das hat zur Folge, dass der Suchmaschinen-Gigant Huawei in Zukunft nicht mehr mit Soft- und Hardware versorgen wird. Einzig die Open-Source-Produkte rund um das „Android Open Source Project“ sind davon nicht betroffen. Allerdings hat der Schritt dennoch massive Auswirkungen auf Huawei und die Kunden des Unternehmens.

Huawei-Geräte ohne Gmail, Play Store und Co.

Denn der Ausschluss von Huawei hat zur Folge, dass wichtige Google-Dienste in Zukunft nicht mehr auf den Geräten des Herstellers zur Verfügung stehen. Zum Beispiel der Google Play Store, der Email-Dienste Gmail und die Kartenapp Google Maps. Allerdings trifft diese Neuerung den Angaben nach nur künftige Huawei- und wahrscheinlich auch Honor-Geräte. Bereits erhältliche bzw. an Kunden verkaufte Modelle seien nicht betroffen, heißt es. Jedoch gibt es auch für Bestandskunden Einschränkungen. So wird Google ab sofort keine neuen Android-Versionen und Versions-Updates an Huawei-Modelle ausliefern. Lediglich Sicherheitsupdates im Rahmen des „Android Open Source Projects“ sind weiterhin möglich.

Wie es mit den Huawei- und Honor-Geräten weiter gehen wird bleibt abzuwarten. Zwar darf der Hersteller Android als Open-Source-System weiterhin verwenden und auf den hauseigenen Geräten installieren, ohne die Google Dienste dürften diese jedoch kaum für Endkunden interessant sein. Denn ohne den Google Play Store fehlt der einfache Zugang zu Apps und Anwendungen. Auch anderen Google-Dienste wie Google Maps und Gmail gehören fest zum Bedarfsprofil zahlreicher Android-Nutzer. Es gibt zwar Mittel und Wege, um auch ohne offizielle Lizenz von Google Apps und Co. zu installieren, der breiten Masse dürften diese jedoch nicht bekannt oder zu unsicher sein.

Android ohne Google-Dienste auf Huawei-Smartphones

Vor allem der Sicherheitsaspekt dürfte in Zukunft eine große Rolle spielen. Denn ohne Google im Hintergrund fehlen wichtigen Sicherheitsupdates für Apps und Anwendungen sowie der Bezug aus einer sicheren Quelle. Ob die US-Regierung im Handelsstreit mit China einlenken und den Bann für Huawei lockern wird, bleibt abzuwarten. Interessenten eines Huawei-Gerätes sollten die Entwicklung jedoch im Auge behalten.

Nutzer, die bereits ein Huawei-Gerät besitzen, können vorerst aufatmen. Auf sie hat der Schritt Googles keine größeren Auswirkungen. So bezieht der US-Konzern via Twitter Stellung und erklärt: „Wir versichern Ihnen, dass Services wie Google Play & Security von Google Play Protect auf Ihrem vorhandenen Huawei weiterhin funktionieren. Auch dann, wenn wir uns an die US-amerikanischen Vorschriften halten.“

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