Google verpflichtet Hersteller zu zwei Jahren Sicherheitsupdates

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Nach der Rekordstrafe durch die EU arbeitet Google massiv an den Lizenzverträgen für die Android-Nutzung. Dadurch müssen Hersteller in Zukunft nicht nur eine Lizenzgebühr entrichten, sondern sich offenbar auch an andere Vorgaben halten. Eine davon soll die Bereitstellung von Sicherheitsupdates sein.

Google arbeitet an Android-Lizenz

Jahrelang konnten Smartphone-Hersteller das Betriebssystem Android kostenfrei nutzen. Dadurch verbreitete sich das System zwar rasend schnell, führte jedoch auch zu Wildwuchs im Smartphone-Markt. Hinzukam, dass Google offenbar wettbewerbsverzerrende Bedingungen für den Einsatz von Android stellte. Diese hat die EU nun abgestraft und von Google eine Milliarden-Strafe gefordert. In Folge dessen arbeitet das Unternehmen nun an der Anpassung der Vorgaben und zieht die Zügel zum Teil massiv an.

Bereits vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass typische Android-Apps wie Google Maps und der Google Play Store künftig kostenpflichtig sind. Zumindest dann, wenn Hersteller sie auf ihren Geräten vorinstallieren möchten. Zusätzlich verschärft Google ersten Berichten zufolge auch die Bedingungen für Sicherheitsupdates und Patches, mit denen Hersteller auf Sichrheitslücken und Bugs reagieren müssen.

Google verpflichtet Hersteller zu Updates

Wie The Verge berichtet, will Google Smartphone-Hersteller dazu verpflichten, mindestens zwei Jahre lang regelmäßig Sicherheitsupdates bereitzustellen. Dabei legen die Vorgaben mindestens vier Aktualisierungen im ersten Jahr fest. Offenbar wünscht sich Google einen Rhythmus von drei Monaten. Allerdings gibt es für das zweite Jahr keine solche Mindestangabe. Dennoch gilt, dass Android-Gerät an jedem Monatsende mindestens gegen die Schwachstellen geschützt sein müssen, die bereits seit mehr als 90 Tagen bekannt sind. So soll der regelmäßige Turnus gewährleistet werden.

Den Angaben nach sollen die neuen Regel für Geräte gelten, die nach dem 31. Juli 2018 verkauft wurden und von mehr als 100.000 Nutzern verwendet werden. Ausschlaggebend dafür ist die Zahl der Aktivierungen. Ab 2019 soll die Vorgabe für weitere Geräte gelten.

Google droht mit Sanktionen

Hersteller, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen mit Sanktionen rechnen, so Google. Ihnen droht das Unternehmen an, Schnittstellen zu sperren und die Unterstützung zu entziehen. Damit sind beispielsweise die Nutzung des Google Play Stores und andere Dienste gemeint. Im schlimmsten Fall können Hersteller so keine vollwertigen Android-Geräte mehr auf den Markt bringen.

Die strengen Vorgaben sollen dafür sorgen, dass Android-Handys in Zukunft besser vor Datendiebstahl und ähnlichem geschützt sind. Bislang konnten die Hersteller das System zwar kostengünstig verwenden und eine breite Zielgruppe erreichen, sicherheitsrelevante Updates waren oft jedoch Mangelware. Zwar veröffentlicht Google regelmäßig wichtige Patches und stellt sie den Herstellern bereit, diese passen sie jedoch eher selten zeitnah an ihre Geräte an. In Folge dessen warten Nutzer oft lange auf wichtige Updates – oft erhalten sie diese gar nicht.

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