Handytarife mit 12 Monaten Laufzeit verdoppeln mtl. Hardware-Preise

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Photo by Luis Villasmil on Unsplash

Die Politik fordert Festnetz- und Handytarife mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten. Viele Verbraucher jubeln, doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Denn die Reduzierung der Mindestvertragslaufzeit könnte deutlich teurere monatliche Preise nach sich ziehen. Zudem könnten die Anbieter bei der Prüfung der Schufa-Bonität deutlich strenger werden.

Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten

Die Bundesjustizministerin Katarina Barley fordert eine Herabsetzung der Mindestvertragslaufzeit bestimmter Vertragsverhältnisse. Dazu zählt die Ministerin vor allem Handyverträge und -Tarife, deren Laufzeiten zu unflexibel seien. Statt der bislang üblichen 24 Monate Laufzeit soll die Mindestvertragslaufzeit auf 12 Monate gesenkt werden. Das soll Verbrauchern mehr Flexibilität verschaffen und deren Benachteiligung abstellen.

Während Kunden den Vorschlag feiern, fragt sich eine ganze Branche, weshalb sie von der Politik als Feindbild auserkoren wurde. Denn obwohl eine gesetzlich festgelegte Reduzierung der Laufzeit auf den ersten Blick positiv klingt, zeigt sie auch, dass Mobilfunkanbieter und deren Mitarbeiter offenbar als provisionsgierige Betrüger gesehen werden, vor denen man die Kunden schützen muss. Doch wie positiv wirkt sich der Vorstoß der Regierung tatsächlich für die Kunden aus. De Facto wohl deutlich weniger als es den Anschein hat.

Höhere Preise bei Smartphone-Bundles

Denn Kunden müssen, sollte der Vorschlag tatsächlich umgesetzt werden, vor allem mit höheren Grundgebühren bei Handy-Bundles rechnen. Zwar bieten auch jetzt schon einige Anbieter kurzfristige Tarife mit einem oder wenigen Monaten Laufzeit an, offerieren in diesen jedoch  keine Smartphones oder Tablets. Diese gibt es i.d. Regel nur mit Verträgen mit einer Laufzeit von 24 Monaten oder über alternative Finanzierungsmodelle wie z.B. die o2 My Handy Finanzierung.