Handyverträge und Festnetz-Tarife nur noch mit 12 Monaten Laufzeit?

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Der Union und der SPD sind lange Vertragslaufzeiten ein Dorn im Auge. Vor allem bei Verträgen, die eigentlich eine gewisse Flexibilität erfordern, könnten die Laufzeiten auf maximal 12 Monate begrenzt werden. Darunter fallen auch Handy- und Festnetzveträge, aber auch beispielsweise Mitgliedschaften im Fitnessstudio.

Lange Laufzeiten vor dem Aus?

Mobilfunk- und Festnetzverträge haben in der Regel eine Laufzeit von 24 Monaten. Obwohl viele Anbieter mittlerweile auch Tarife mit einer kürzeren Laufzeit listen, dominieren die Offerten mit zweijähriger Bindung den Markt. Denn nur über diese sind oft auch Smartphones und andere Endgeräte erhältlich. Wer sich für einen Tarif mit monatlicher Kündbarkeit entscheidet, muss meist auf ein dazugehöriges Handy verzichten. Außerdem sind die monatlichen Paketpreise gern ein paar Euro teurer als bei Angeboten mit längerer Laufzeit.

Neben Zweijahresverträgen und monatlich kündbaren Tarifen gibt es ansonsten kaum Alternativen. Nur einige wenige Anbieter haben Tarife mit Laufzeiten von drei, sechs oder zwölf Monaten im Sortiment. Die Union und die SPD wollen das ändern. Zumindest wenn es nach dem Willen von Bundesjustizministerin Katarina Barley geht. Denn die Ministerin hat den Vorschlag unterbreitet, die Vertragslaufzeiten in einigen Bereichen auf 12 Monate zu begrenzen. Dazu zählen vor allem Verträge, die eine gewisse Flexibilität erfordern. Zum Beispiel Mobilfunk- und Festnetzverträge oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften.

Union und SPD wollen Laufzeiten ändern

„Dort, wo es – wie zum Beispiel bei Fitness- oder Telefonverträgen – notwendig ist, unterstützen wir Verbesserungen für den Verbraucher“, erklärt der CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke, zuständiger Berichterstatter der Unionsfraktion, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Allerdings soll sich die Maximallaufzeit von einem Jahr nicht auf alle Bereiche anwenden lassen. So könnte diese bei Leistungen, die nur einmal jährlich anfallen, auch nachteilig für Verbraucher ausfallen.

Die FDP scheint dem Vorschlag weniger positiv gestimmt. Die Partei fürchtet, dass die Anbieter die Planungsunsicherheit, die durch die Reduzierung der Mindestvertragslaufzeit entsteht, über höhere Gebühren abfangen. Das führe unweigerlich zu höheren Monatspreisen und damit zum Nachteil für Verbraucher. Denn die oft auf zwei Jahre kalkulierten Tarifpreise könnten durch die Reduzierung auf ein Jahr an Wirtschaftlichkeit verlieren.

Mehr Verbraucherschutz per Gesetz

Neben der Reduzierung der Laufzeit arbeiten die Politiker an weiteren Verbesserungen für Verbraucher. Dabei sollen vor allem versteckte Kostenfallen im Alltag eliminiert und der Verbraucherschutz gestärkt werden. Zum Beispiel, indem die Gesetze unerlaubte Telefonwerbung und hohe Inkassokosten strenger regulieren. Verbraucherschützer sprechen sich zudem für ein gesetzlich verankertes Widerrufsrecht im Shop vor Ort aus. Bislang gilt das 14-tägige Widerrufsrecht nur für Fernabsatz- und Haustürgeschäfte.

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