Jeder zweite Deutsche hat Angst vor Mobilfunkmasten

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Obwohl sich die Mehrheit der Menschen eine bessere Mobilfunkversorgung wünscht, sitzt die Angst vor der Strahlung und den potentiell gesundheitlichen Gefahren tief. Jeder zweite Deutsch hat Angst vor einem Mobilfunkmasten in seiner Nähe. Eine Studie der Bitkom zeichnet das Bild eines gespaltenen Landes zwischen Fortschrittswunsch und der Sorge vor der Strahlung.

Angst vor Mobilfunkmasten ist groß

Wenn es um einen guten Handyempfang geht, hinkt Deutschland hinterher. Im Vergleich zu den Nachbarn gibt es hierzulande noch sehr viele weiße Flecken und Gegenden, in denen man gerade so mit 2G telefonieren kann. Schnelles Internet, LTE oder gar 5G sind vielerorts noch Zukunftsmusik. Kein Wunder also, dass viele Deutsche sich einen besseren Empfang und schnelles Internet wünschen. Nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch auf dem Land.

Doch wenn es darum geht, dass die Mobilfunkunternehmen einen neuen Antennenstandort aufbauen möchten, regt sich Widerstand. Wie eine Studie der Bitkom ergab, sprechen sich 48 Prozent der 1.006 Befragten gegen einen Mobilfunkmasten in ihrer Nähe aus. Dabei fürchten 45 Prozent negative gesundheitliche Auswirkungen. Vor allem durch die Strahlung, die von den Antennen ausgeht. Bitkom-Präsident Achim Berg erklärt:

Die Diskussion über vermeintliche Gesundheitsschäden ist so alt wie die ersten Handys. In Deutschland werden seit 35 Jahren Mobilfunknetze betrieben. Die diffusen Ängste vor Gesundheitsschäden kommen mit jeder neuen Mobilfunkgeneration wieder auf. Dabei haben weltweit Tausende wissenschaftliche Studien gezeigt, dass unterhalb der gültigen Grenzwerte keinerlei Gesundheitsgefahr besteht.

Jeder 2. Deutsche hat Angst vor Mobilfunkmasten

Diese diffusen Ängste, deren Grad zur Verschwörungstheorie oftmals nur schmal ist, machen es vor allem den Mobilfunkunternehmen schwer. Sobald diese den Ausbau in einer Region forcieren und damit auch den Aufbau neuer Mobilfunkmasten oder die Aufrüstung bereits vorhandener Standorte in Angriff nehmen, regt sich in der Bevölkerung Protest. Immerhin 43 Prozent der Befragten gaben an, gegen einen neuen Mobilfunkmasten in ihrer Nähe vorgehen und beispielsweise Bürgerproteste starten zu wollen.

Sollte der Vermieter auf dem Hausdach eine Antenne errichten lassen, wollen 42 Prozent der Umfrageteilnehmer sogar aus ihrer Wohnung ausziehen. Dabei zeigt sich das Ausmaß des Dilemmas vor allem in einem Umfrageergebnis: „Jeder Fünfte (22 Prozent) befürwortet zwar den Mobilfunkausbau, möchte aber keinen Funkmasten in der Nähe seiner Wohnung oder seines Grundstücks wissen“, so Bitkom. Dem gegenüber stehen jedoch 33 Prozent der Befragten, die bereit wären, einen Teil ihres Eigentums (Haus oder Grundstück) für den Mobilfunkausbau zur Verfügung zu stellen.

Was ist mit dem 5G Ausbau?

Auch der Auf- und Ausbau der neuen 5G Generation schürt die Ängste vor der Strahlung und den schädlichen Einflüssen der Antennen. Und das trotz wiederkehrender Entwarnungen und Aufklärung über die nicht vorhandenen Gefahren. Bitkom-Präsident Achim Berg:

Die Menschen wollen die besten, schnellsten und sichersten Netze. Aber wenn es darum geht, Funkmasten aufzustellen, machen viele die Luken dicht. Der neue 5G-Mobilfunkstandard ist ein Paradigmenwechsel in der Mobilfunk- und Netztechnologie und bildet die Grundlage der vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft. Es geht jetzt darum, beim Internet of Things zu den internationalen Vorreitern zu gehören. Dafür brauchen wir mehr Verständnis für den Mobilfunkausbau. Unwissen erzeugt Angst, Wissen schafft Vertrauen.

Dabei ist sich Achim Berg sicher, dass der Mehrheit die Angst vor der Strahlung genommen werden kann:

Die Menschen müssen in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Bild über die Wirkungen von Mobilfunk zu machen. Nicht nur in Deutschland gehen zu viele Verbraucher den Verschwörungstheoretikern auf den Leim.

Wer sich umfassende über den 5G-Ausbau und die Auswirkungen informieren möchten, kann das bei der Bitkom tun und selbst aktiv werden. 5G kommt derzeit bereits bei der Telekom und bei Vodafone zum Einsatz. Beide Netzbetreiber haben den Ausbau des Standards im letzten Jahr begonnen. In diesem Jahr will o2 nachziehen und bis Ende 2020 ebenfalls mit dem 5G-Ausbau beginnen.

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