Vorsicht Abofalle: Marktwächter warnen vor „ZED“

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Photo by NordWood Themes on Unsplash
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Obwohl sich die Rechtslage für Verbraucher verbessert hat, stellen Abofallen und ungewollte Drittanbieterdienste noch immer ein großes Problem dar. Die Marktwächter der Verbraucherzentralen warnen nun vor einem negativ aufgefallenen Anbieter namens „ZED“. Dabei scheint es vor allem Vodafone-Kunden zu treffen.

Marktwächter warnen vor ZED

Abofallen und Drittanbieterdienste sind seit Jahren ein großes Problem. Meist finden die dubiosen Abo-Dienste unbemerkt ihren Weg auf die Handyrechnung und sorgen binnen kurzer Zeit für hohe Rechnungsbeträge. Zwar hat sich in den letzten Jahren die Rechtslage zugunsten der Verbraucher verändert – gefeit sind Nutzer dennoch nicht und sollten eine Drittanbietersperre einrichten.

Den Marktwächtern der Verbraucherzentralen ist nun ein Anbieter der dubiosen Dienste negativ aufgefallen. Wie die Verbraucherschützer berichten, erreichen sie derzeit zahlreiche Meldungen von betroffenen Handynutzern aus ganz Deutschland. „Drittanbieter-Abofallen sind nach wie vor ein Verbraucherproblem im Telekommunikationsmarkt. Allein über die Zed Germany GmbH beschweren sich seit Monaten fortlaufend Verbraucherinnen und Verbraucher aus allen Bundesländern“, sagt Tom Janneck, Teamleiter Marktwächter Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Dabei scheint es den Angaben nach besonders Vodafone-Kunden zu treffen.

Wer bereits ein Abo auf der Rechnung bemerkt, ohne dieses bestellt zu haben, sollte sich mit seinem Anbieter in Verbindung setzen und die Berechnung reklamieren. Außerdem stehen die Verbraucherzentralen zur Verfügung, sollte es Fragen und Probleme geben.

Drittanbietersperre sollte voreingestellt sein

Zwar loben die Verbraucherschützer, dass viele Anbieter mittlerweile Kulanz zeigen, wenn sich Kunden über ungewollte Abos und Drittanbieterdienste beschweren, einen wirksamen Schutz gebe es bislang jedoch nicht. Denn es werde „[…] Verbrauchern noch immer ohne ihr Wissen oder Wollen erst einmal Geld abgebucht“, so Tom Janneck. Die Anbieter versuchen zum Teil zwar einen gewissen Schutz zu gewährleisten – zum Beispiel, indem sie automatisierte Weiterleitungen auf eine gekennzeichnete Bezahlseite anbieten. „Allerdings gibt es bisher keine verbindlichen Regeln, wann und wie diese technische Maßnahme eingesetzt wird – ein Basisschutz ist aktuell also noch immer nicht gegeben.“

Deshalb fordern die Verbraucherschützer eine voreingestellte Drittanbietersperre. Das heißt, dass die Anbieter die sinnvolle Sperre für Drittanbieterdienste in jedem Neuvertrag automatisch aktivieren und erst auf Wunsch des Kunden ganz oder zum Teil deaktivieren. Dadurch wären Handynutzer besser vor den dubiosen Services geschützt. Derzeit steht die Drittanbietersperre zwar allen Kunden zur Verfügung, muss jedoch manuell eingerichtet werden. Deshalb sollten Verbraucher ihre Verträge überprüfen und die wichtige Sperre schnellstmöglich aktivieren lassen.

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