Mehrwertsteuersenkung: Diese Anbieter geben die Ersparnis weiter

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Zwischen Juli und Dezember 2020 sinkt die Mehrwertsteuer um mehrere Prozentpunkte ab. Doch welche Anbieter geben die Mehrwertsteuersenkung an ihre Kunden weiter? Und wo müssen Nutzer weiterhin den vollen Satz bezahlen?

MwSt-Senkung bis Dezember 2020

Um der angeschlagenen Wirtschaft durch die Corona-Pandemie wieder auf die Beine zu helfen, hat die Bundesregierung eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen. Zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember 2020 sinkt der MwSt-Satz von 19 Prozent auf 16 Prozent ab. Für Produkte des täglichen Bedarfs reduziert sich auch der bereits ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent.

Nachdem viele Lebensmittelhändler bereits ankündigten, dass sie die Senkung auf ihre Kunden umlegen werden, ziehen nun die ersten Mobilfunkanbieter nach. Kunden dieser Marken zahlen demnach im zweiten Halbjahr 2020 weniger Mehrwertsteuer. Das wirkt sich auf die monatlichen Rechnungen und Guthaben aus. Denn Gesprächsminuten, SMS, Optionen und Pakete und mehr werden quasi günstiger. Zumindest inklusive der MwSt. Welche Anbieter teilnehmen, zeigt folgende Übersicht.

Vodafone legt Senkung auf Kunden um

Den Anfang macht Vodafone. Wie Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter via Twitter bekannt gibt, legt Vodafone die Senkung auf die Kunden um. Die Abrechnungssysteme werden derzeit auf den niedrigeren MwSt-Satz angepasst, heißt es. Bis zum 1. Juli 2020 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Vodafone Kunden finden dann einen niedrigeren Gesamtpreis auf ihrer Vodafone-Rechnung vor. Dieser resultiert daraus, dass auf den Netto Paketpreis der Vodafone Tarife der niedrigerer Steuersatz von 16 Prozent (statt der üblichen 19 Prozent) angewendet wird. Am Paketpreis selbst sowie an den übrigen Gebühren ändert das jedoch nichts. Auch Tarife und Laufzeiten bleiben unverändert bestehen. Der Netzbetreiber gibt lediglich die niedrigeren Prozentpunkte für die Umsatzsteuer weiter.

Telekom-Kunden profitieren von MwSt-Senkung

Wie Techbook erfahren hat, profitieren auch Telekom-Kunden von der Weitergabe der MwSt-Senkung. Pünktlich zum 1. Juli 2020 will der Netzbetreiber den niedrigeren Steuersatz auf alle Produkte anwenden. Also sowohl Mobilfunk- als auch Festnetz-, Internet- und TV-Tarife. Auch die congstar-Tarife sowie die Offerten von Penny Mobil und ja! mobil profitieren. Wie die Marke mitteilt, gilt der niedrigere Steuersatz für alle congstar Angebote. Dabei werden die neuen Preise auch auf der Homepage kommuniziert. Zudem gibt es eine spezielle Landingpage zum Thema.

Auch o2 macht mit

o2 hatte allem Anschein nicht von Anfang an vor, sich zu beteiligen. In den Augen des Netzbetreibers sei die Ersparnis für Kunden derart gering, dass sich die teure und arbeitsintensive Umstellung der Abrechnungsysteme nicht lohne und lediglich im Cent-Bereiche liege:

In der Telekommunikationsindustrie mit zumeist festen Vertragslaufzeiten und gleichzeitig niedrigen monatlichen Kundenumsätzen wird sich absehbar aus Verbrauchersicht kein signifikanter Effekt einstellen können.

Allerdings hat sich das Unternehmen laut Techbook nun umentschieden und geben die Senkung ebenfalls an die Kunden weiter. In welcher Form ist derzeit jedoch noch unklar. Dabei machen offenbar die unterschiedlichen Produkte Probleme. Bei einem Laufzeitvertrag sei bis Dezember eine dauerhafte Preissenkung denkbar, heißt es. Bei Prepaid-Tarifen könnte hingegen ein Gutschrift-Konzept zum Einsatz kommen.

Neben o2 betrifft das dann auch die Schwestermarken, die über Telefónica realisiert werden. Zum Beispiel Blau, Ortel Mobile und netzclub.

1&1 und Drillisch sind bei MwSt-Senkung dabei

Bei 1&1 und Drillisch hat man sich ebenfalls dazu entschieden, die niedrigere Mehrwertsteuer an Kunden weiterzugeben. Allerdings könnte sich die Umsetzung etwas verzögern, da die Anpassung sehr umfangreich sei. Man sei jedoch zuversichtlich, dass man die Senkung zeitnah an Kunden weitergeben könne, heißt es bei Techbook. Gleiches gilt für Drillisch:

Die 1&1 Drillisch AG arbeitet mit Hochdruck daran, die zum 1. Juli beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer umzusetzen, um sie an die Kunden weiterzugeben. Die konkrete Umsetzung erfordert allerdings eine umfangreiche Anpassung der IT-Systeme, an der bereits gearbeitet wird.

Dadurch profitieren von der Senkung auch die Drillisch-Marken. Zum Beispiel smartmobil, winSIM, PremiumSIM und Co.

unsplash.com
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fraenk Handytarif kostet nur noch 9,75 Euro

Auch das noch junge Angebot fraenk hat angekündigt, den niedrigeren Mehrwertsteuersatz an die Kunden weiterzugeben. Diese bezahlen zwischen Juli und Dezember lediglich 9,75 Euro brutto statt 10 Euro für den fraenk Tarif. Auch die Nachbuchung von Datenvolumen ist mit 4,88 Euro statt 5 Euro etwas günstiger. Allerdings kündigt der Anbieter an, dass die Preissenkung nur auf der Abrechnung zu sehen ist und nicht im Onlineshop kommuniziert wird.

Welche Ersparnis ergibt sich wirklich?

Obwohl alle Netzbetreiber und auch mehrere Discounter die niedrigere Steuer an ihre Kunden weitergeben, sollten diese bedenken, dass die Ersparnis nur gering ausfallen wird. Denn zwischen 1. Juli und 31. Dezember 2020 sinkt der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent bzw. von 7 Prozent auf 5 Prozent. Bei den meist eher geringen monatlichen Paketpreisen der Mobilfunktarife dürfte das bei vielen Kunden lediglich eine Ersparnis im Cent-Bereich bedeuten.

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