MwSt-Senkung: Warum sie nicht für Prepaid-Aufladekarten gilt

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In der zweiten Jahreshälfte 2020 sinkt die Mehrwertsteuer um bis zu 3 Prozentpunkte ab. Die meisten Netzbetreiber geben diese Anpassung an ihre Kunden weiter. Allerdings gilt das vor allem für Verträge und Optionen. Die Aufladevoucher für Prepaidkarten sind von der MwSt-Senkung ausgenommen.

MwSt-Senkung 2020

Zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember 2020 sinkt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 16 Prozent ab. Auch der ermäßigte Steuersatz reduziert sich von 7 Prozent auf 5 Prozent. Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 haben bereits angekündigt, diese Senkung an ihre Kunden weiterzugeben. Das dürfte auf einigen Rechnungen für eine gewisse Preisersparnis sorgen. In der Regel wird diese allerdings wohl nur ein paar Cent betragen.

Eine wichtige Kategorie ist von der Anpassung jedoch ausgenommen: Aufladevoucher für Prepaidkarten. Während Neukunden, die sich für ein neues Starterpaket entscheiden, dieses mit dem niedrigeren Steuersatz erhalten, bleiben Aufladekarten außen vor. Das heißt, dass Kunden hier weiterhin 15 Euro, 25 Euro und Co. bezahlen und nicht mit einem niedrigeren Preis rechnen können. Das liegt daran, dass bei Prepaidaufladekarten nicht der Zeitpunkt des Kaufs für die Steuer relevant ist.

Guthaben-Voucher sind MwSt-frei

Wer einen Aufladebon für eine Prepaidkarte kauft, wird bereits festgestellt haben, dass der zu zahlende Betrag exakt dem aufgeladenen Guthaben entspricht. Das liegt daran, dass Aufladevoucher von der Mehrwertsteuer befreit sind. Statt der sonst üblichen 19 Prozent wird hier ein Steuersatz von 0 Prozent ausgewiesen. Allerdings können Kunden die Umsatzsteuer nicht gänzlich umgehen. Denn sie wird schlicht später fällig.

Nämlich dann, wenn das Guthaben genutzt wird. Zum Beispiel zum telefonieren oder für die Buchung von Paketen. Auf Gesprächsminuten, Pakete und Co. werden regulär 19 Prozent Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) fällig. Dadurch gilt ab 1. Juli 2020 auch hier der niedrigere Steuersatz von 16 Prozent. Das heißt, dass so auch Prepaidkunden von der Senkung profitieren. Jedoch erst, wenn sie ihre Prepaidkarte nutzen und nicht bereits beim Kauf eines Vouchers. Dieses Vorgehen soll unter anderem eine Doppelbelastung verhindern.

Auf was muss ich ab 1. Juli achten?

Auch für Prepaidkunden ändert sich im zweiten Halbjahr 2020 nicht viel. Sie kaufen weiterhin ihre Aufladekarten und telefonieren, simsen und surfen wie gewohnt. Der Endpreis für Minuten, SMS und Co. fällt dann bis Ende des Jahres etwas niedriger aus als sonst. Nachzuprüfen ist das auf dem Einzelverbindungsnachweis, sofern dieser aktiviert wurde. Eine doppelte Ersparnis beim Kauf und der Nutzung des Guthabens gibt es jedoch nicht.

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