o2: Deswegen hinkt das LTE-Netz den Vorgaben (noch) hinterher

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Bis Ende des Jahres hat Telefónica Zeit, um im o2-Netz die LTE-Vorgaben der Bundesnetzagentur zur erfüllen. In einem Interview spricht Telefónica-Chef Markus Haas über den aktuellen Stand und die Gründe für die Verzögerung.

Update vom 27.11.2020

Hessen zu 97 Prozent versorgt

Wie Telefónica mitteilt, wurde ein weiterer Ausbauschritt erreicht. Den Angaben nach werden bereits 97 Prozent der Haushalte in Hessen mit LTE versorgt. Insgesamt hat das Unternehmen die Bevölkerungsabdeckung hier um zwanzig Prozentpunkte erhöht. In Zahlen bedeutet das, dass mittlerweile eine halbe Million mehr LTE-Haushalte gibt als noch 2019. Dafür sorgen 600 neue LTE-Sender sowie 360 Kapazitätserhöhungen an vorhandenen Standorten.

Ursprünglicher Artikel

LTE-Versorgungsauflagen 2019 verfehlt

Bis Ende 2019 hatten die Netzbetreiber o2, Telekom und Vodafone Versorgungsauflagen zu erfüllen und das jeweils hauseigene LTE-Netz bundesweit in mindestens 98 Prozent der Haushalte zu bringen und dabei mindestens 50 Mbit/s zu liefern. Hinzukam eine Versorgungsauflage von 97 Prozent in jedem Bundesland und eine vollständige Erfüllung entlang der Hauptverkehrswege. Allerdings konnte keiner der Netzbetreiber diese Auflagen bis zum Stichtag erfüllen und hat von der Bundesnetzagentur eine Nachfrist bis Ende 2020 erhalten. Scheitern die Ziele abermals drohen harte Strafen.

In Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland spricht Telefónica-Chef Markus Haas über den aktuellen Ist-Zustand der Bemühungen und weitere Aspekte des LTE- und 5G-Ausbaus. So ist das Unternehmen bei der Umsetzung der Auflagen den Angaben nach auf einem guten Weg. Die Ziele in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen sind bereits vorzeitig vollständig erfüllt, heißt es. Auch in Nordrhein-Westfalen sowie Berlin, Hamburg und Bremen sind die Arbeiten abgeschlossen. In Hessen liegt die Versorgung derzeit bei 96 Prozent und soll bis Ende November auf das geforderte Maß steigen.

Gründe für den schleppenden Ausbau

Außerdem äußert sich der Manager zu den Gründe, die 2019 zur Nichterreichung der Ziele geführt haben. So sei vor allem der Zusammenschluss zwischen o2 und E-Plus eine Ursache für den schleppenden Ausbau gewesen. Dieser hatte das Unternehmen mehr Zeit und Aufwand gekostet, als vorab angenommen. Hinzukamen im Frühjahr 2020 Lieferschwierigkeiten bei einem Zulieferer für Netzwerktechnik sowie nicht zuletzt die Einschränkungen durch die Corona-Krise. Diese habe den Technikern vor allem bei Grenzübertritten Probleme gemacht.

Neben 4G baut o2 nach und nach auch das 5G-Netz weiter aus und verspricht Kunden die flächendeckende Versorgung für 2025. Allerdings nutzen derzeit gerade einmal 5 Prozent der Kunden ein 5G-fähiges Smartphone. Die Mehrheit der Nutzer ist also weiterhin im LTE-Netz unterwegs. „Die meisten Anwendungen können sie [die Kunden, Anm.d.Red.] noch eine ganze Weile auch komfortabel über 4G nutzen. Und darauf kommt es an. Nicht darauf, was man auf dem Display sieht“, so Markus Haas. Konkrete Pläne für die Zukunft gibt es allerdings bereits: „Sie [die Kunden, Anm.d.Red.] werden bei uns künftig nur noch eine Übertragungsgeschwindigkeit kaufen, die Technik dahinter wird für den Verbraucher immer irrelevanter.“

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