Pyur erstattet zu hohe Beiträge nach Zwangstarifwechsel 2015 & 2016

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Die im Jahr 2015 und 2016 von Tele Columbus und Primacom (heute Pyur) durchgeführten Tarifwechsel in laufenden Verträgen stießen auf viel Kritik. Offenbar hat das Unternehmen nun eingesehen, dass damals nicht alles mit rechten Dingen zu ging. Betroffene Kunden können sich die zu viel gezahlten Beiträge nun zurückholen.

Pyur Tarifwechsel mit Preiserhöhung

In den Jahren 2015 und 2016 machte Pyur, damals noch unter dem Namen Tele Columbus und Primacom, durch mehrere Tarifwechsel von sich Reden. Damals erhielten betroffene Kunden während der Laufzeit ihres Vertrages eine Anpassung, die ihnen zum Teil höhere Bandbreiten versprach. Allerdings erhöhte der Kabelnetzbetreiber gleichzeitig auch die monatlichen Paketpreise und zog sich damit den Unmut der Kunden zu.

Zwar gab Pyur den Betroffenen die Möglichkeit, einen Widerspruch einzureichen, machte die Umstellung allerdings von diesem abhängig. Das heißt, dass Kunden, die nicht aktiv widersprachen, zum Stichtag umgestellt wurden und ab diesem Zeitpunkt die höheren Preise entrichten mussten. Schon damals waren sich Betroffene sicher, dass dieses Vorgehen mit der aktuellen Rechtslage nicht konform sei. Doch auch wer widersprach, war zum Teil nicht vor den Anpassungen sicher. Wie Teltarif berichtet, nahm sich der Anbieter für die Bearbeitung der Widersprüche viel Zeit – zum Teil deutlich über den Umstellungstermin hinaus.

Pyur erstattet zu viel gezahlte Beträge

Offenbar hat es mittlerweile bei Pyur ein Umdenken gegeben. Wie der Kabelnetzbetreiber auf einer Info-Seite mitteilt, sei die Anpassung zum damaligen Zeitpunkt eigentlich nur mit Zustimmung des Kunden möglich gewesen. „Die tatsächliche Umstellung auf die neuen Tarife erfolgte dabei zum mitgeteilten Termin automatisch, wenn kein Widerspruch seitens des Kunden erfolgte“, heißt es. „Der Wechsel eines Tarifes bedarf jedoch nach aktueller Rechtsprechung einer ausdrücklichen aktiven Zustimmung seitens des Kunden“. Außerdem erklärt der Netzbetreiber:

PŸUR legt Wert auf Transparenz und Klarheit. Deshalb informieren wir Sie heute nochmals über die damalige Tarifumstellung. Sollten Sie damals nichts unternommen haben, wurden Sie automatisch in einen der neuen Tarife übernommen.

Konkret können betroffene Kunden, die in den Jahren 2015 und 2016 automatisch umgestellt wurden, ihren Widerspruch nun nachholen. Das heißt, dass Betroffene auf Wunsch in ihren alten Tarif zurück wechseln können. Außerdem erstattet Pyur die Mehrkosten, die seitdem entstanden sind.

Pyur
Pyur erklärt die Tarifwechsel der Jahre 2015 und 2016

Mehrkosten von Pyur zurückfordern

Pyur-Kunden sollten nun prüfen, ob sie 2015 oder 2016 zu den Kunden zählten, deren Tarife angepasst wurden. Außerdem sollte sicher gestellt werden, das zum damaligen Zeitpunkt nicht bereits ein Widerspruch stattgefunden hat. In diesem Fall wurde der Tarifwechsel nicht durchgeführt und es besteht kein Anspruch auf eine Erstattung. Auch Kunden, die dem Wechsel damals aktiv zugestimmt oder in dessen Rahmen einen neuen Vertrag abgeschlossen haben, sind ausgenommen.

Wer die Kriterien erfüllt, kann sich per Kontaktformular mit Pyur in Verbindung setzen und die Rückstufung in den alten Tarif sowie die Erstattung der zu viel gezahlten Beiträge anfordern. Anhand eines Beispiels rechnet Pyur vor, wie hoch die mögliche Erstattung ausfallen könnte, weist jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Höhe von Fall zu Fall verschieden ist.

Beispiel-Rechnung:

Hatten Sie beispielsweise einen Internet Tarif 16 Mbit/s zu einem Preis von 17,99 € pro Monat und wurde dieser ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung auf den höherwertigen Internet Tarif Internet 20 Mbit/s + Telefonflat zu einem Preis von 19,99 € pro Monat umgestellt, so haben Sie einen Rückforderungsanspruch von 2 € pro Monat – falls der neuen Tarif dann über einen Zeitraum von 24 Monaten aktiv war, beläuft sich der Anspruch insgesamt auf 42 €.

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1 Kommentar

  1. Schön wär’s !!! PYUR schreibt zwar “… die Gutschrift erfolgt in den nächsten Tagen“ – es tut sich jedoch seit Wochen NICHTS !!! Schriftliche Nachfragen werden NICHT beantwortet, Telefonieren hat auch keinen Sinn da man ewig in der Warteschleife hängt bzw. plötzlich getrennt wird. Absolut kundenunfreundliches Verhalten!

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