Tarifwechsel bei o2: Kunden müssen mit bis zu 150 Euro rechnen

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Vor kurzem hat o2 die Modalitäten rund zur Vertragsverlängerung angepasst. Unter anderem wurde dabei auch die Berechnungsgrundlage für die Tarifwechselgebühren überarbeitet. Vor allem bei einem Wechsel in einen günstigeren Tarif müssen Kunden nun mit Gebühren von bis zu 150 Euro rechnen.

o2 überarbeitet Vertragsverlängerung

Vor wenigen Tagen hat o2 die Bedingungen für eine Vertragsverlängerung gelockert und lässt diese nun bereits nach 16 Monaten zu. Dadurch ist es o2-Kunden deutlich früher möglich, ihren Vertrag um weitere 24 Monate zu verlängern. Bislang stand diese Option erst drei Monate vor Ablauf des Vertrages zur Verfügung.

Gleichzeitig hat das Unternehmen die pauschale Tarifwechselgebühr von 19,99 Euro abgeschafft, die bei Tarifveränderungen „nach unten“ anfielen. Also dann, wenn in einen Tarif mit niedrigerer Grundgebühr gewechselt wurde. Die Gebühr soll nun deutlich fairer ausfallen und sich an mehreren Faktoren orientieren.

Bis zu 150 Euro für einen Tarifwechsel

Wie Teltarif berichtet, gilt seit 1. März 2018 eine neue „vertragsindividuelle Tarifwechselgebühr“, die es zum Teil in sich hat. Welche Wechselgebühren im einzelnen anfallen richtet sich unter anderem nach „den individuellen vertraglichen und tariflichen Merkmalen des Kunden“. Konkret werden beispielsweise der Quellumsatz, der Zielumsatz, der ARPU Delta sowie die Restlaufzeit des Kundenvertrages herangezogen.

„Die neue TWG bewegt sich in einem Korridor zwischen 0 Euro und 149,99 Euro“, heißt es in o2-Unterlagen, auf die sich das Onlinemagazin bezieht. Gebühren in unterschiedlicher Höhe werden dabei immer dann erhoben, „wenn durch einen o2 Tarifwechsel ein negatives Delta ARPU erzeugt wird“. Das bedeutet, dass o2-Kunden eine Tarifwechselgebühr entrichten müssen, wenn o2 davon ausgeht, dass die Einnahmen nach dem Tarifwechsel sinken. Das dürfte immer dann der Fall sein, wenn die neue Grundgebühr unter der alten liegt. Aber auch Tarife, die teurer sind als der alte Tarif, könnten betroffen sein. Etwa dann, wenn sie deutlich höhere Inklusivinhalte für einen eher geringen Mehrpreis enthalten.

Tarifwechselgebühr wird individuell berechnet

Ausnahmen zum allgemeinen Berechnungslogik soll es jedoch geben. Zum Beispiel dann, wenn ein Tarifwechsel in den o2 Free L oder o2 Free XL vorgenommen wird. So sollen die Gebühren nicht anfallen, wenn der Paketpreis des neuen Tarifs mindestens 39,99 € pro Monat beträgt.

o2-Kunden, die die monatlichen Kosten senken möchten, sollten sich in Zukunft jedoch darauf einstellen, eine höhere Tarifwechselgebühr entrichten zu müssen. Bei o2 selbst erklärte man die Umstellung auf das neue Berechnungsmodell vor kurzem folgendermaßen:

Am Ende des Tages ist die Ersparnis bei wechselbereiten
Kunden stets deutlich höher als die Gebühr.