Telefónica-Chef Markus Haas zur 5G-Auktion: „Wir alle zahlen den Preis“

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Die Versteigerung der 5G-Frequenzen läuft noch immer. Dadurch steigen die Summen, die die vier teilnehmenden Anbieter für die Blöcke bezahlen müssen, immer weiter an. Das war bereits vor Start der Auktion abzusehen. Dennoch ist man bei Telefónica wenig begeistert über diese Entwicklung.

5G-Auktion wird teuer

Seit mehr als zwei Monaten kämpfen die Netzbetreiber Telekom, Telefónica und Vodafone sowie 1&1 Drillisch um die wichtigen 5G-Frequenzen. Insgesamt gibt es 41 Blöcke zu vergeben. Doch deren Aufteilung ändert sich ständig. Keiner der Teilnehmer will nachgeben und verzichten. Wie lange die Auktion noch gehen wird ist unklar.

Dabei war diese Entwicklung bereits vor Start der Auktion abzusehen. Die Netzbetreiber hatten das schon Anfang des Jahres kritisiert. Dass nun alles so gekommen ist wie befürchtet, stößt bei den Parteien nicht auf Begeisterung. Vor allem Telefónica-Chef Markus Haas sieht in den Geldern, die jetzt in die Aktion fließen, ein Investitionshindernis. Denn diese fehlen später beim 5G-Netzausbau. „Das ist nicht gut für Deutschland“, erklärte er im Club Wirtschaftspresse München, berichtet das Handelsblatt.

Mehr als 6 Milliarden Euro für 5G Versteigerung

Mittlerweile sind nach mehr als zwei Monaten und 400 Bieterrunden mehr als 6 Milliarden Euro zusammengekommen. Gelder, die den Netzbetreibern in Zukunft fehlen, um die erworbenen Frequenzen auch in ein funktionierendes 5G-Netz zu überführen. Das hat auch Auswirkungen auf den Ausbaufortschritt, der deutlich länger dauern wird als notwendig. „Deutschland wird sicherlich nicht das beste 5G-Netz haben“, so Markus Haas. „Wir alle zahlen den Preis.“

Gemeint ist, dass die teure 5G-Versteigerung nicht nur für einen verzögerten Ausbau sorgt, sondern auch die Kunden belastet. Denn die Gelder, die die Netzbetreiber jetzt in die Frequenzen stecken, müssen an anderer Stelle wieder hereingeholt werden. Und das wird sicherlich vor allem über höhere Endkundenpreise passieren. Das war abzusehen – und ist deswegen um so ärgerlicher.

Telefónica kämpft weiter

Ein Nachgeben beim Ringen um die Frequenzen ist jedoch auch bei Telefónica nicht zu erwarten. Das Unternehmen werde sich die Blöcke besorgen, die es brauche, heißt es. Soll heißen: Es wird weiter geboten. Wahrscheinlich solange, bis einem der Teilnehmer endgültig das Geld ausgeht.

Für die bereits eingespielten 6 Milliarden Euro könnte Telefónica rund 60.000 Mobilfunkmasten errichten, so der Telefónica-Chef. Infrastrukturen, die vor allem in ländliche Regionen dringend gebraucht würden.

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