Telefónica: Vollständige 5G-Versorgung nicht möglich

0
89

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Telefónica-Chef Markus Haas, weshalb eine flächendeckende 5G-Versorgung nicht umsetzbar ist. Allerdings ist sich der Manager sicher, dass dennoch die Bevölkerung umfassend auf die Technologie zugreifen kann.

5G-Ausbau nicht in der Fläche

Anfang 2019 findet die Vergabe der 5G-Frequenzen statt. Bereits seit einigen Wochen beschäftigt das Thema nicht nur die Bundesnetzagentur, sondern auch die Netzbetreiber Telefónica, Vodafone und Telekom. In wenigen Tagen wird mit der endgültigen Festlegung der Vergabebedingungen gerechnet.

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert sich Telefónica-Chef Markus Haas zur stark kritisierten Vergabe und dem geplanten 5G-Ausbau. In seinen Augen könne der 5G-Ausbau mittelfristig weitestgehend flächendeckend erfolgen. Das heißt, das in etwa zehn Jahren fast überall 5G zur Verfügung stehen wird. Allerdings sieht der Manager kurzfristig keine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Im Gegenteil, die derzeit vorgebrachten Vorschläge für den kurzfristigen Ausbau hält er für unrealistisch und technisch nicht umsetzbar.

5G nicht in der Fläche

Außerdem äußert er Kritik am vorgebrachten Vorschlag, 5G zu 100 Prozent in der Fläche auszubauen. „Eine vollständige Abdeckung der Bevölkerung mit schnellem Internet brauchen wir, ja, eine 100-prozentige Flächenabdeckung ist aber unmöglich“, wird Markus Haas zitiert. „Es wird nicht auf jeder kleinen Straße, in jedem Waldstück und in jeder Anwohnersackgasse 5G geben. Dafür müssten wir mehrere Hunderttausend Antennen bauen, das ist weder wertstiftend noch finanzierbar.“

Der flächendeckende Ausbau rücke aber erst im nächsten Jahrzehnt in den Fokus. Davor werde es sogenannte Campus-Lösung geben. Also lokale 5G-Netze für bestimmte Anwendungsgebiete. Zum Beispiel den Münchner Flughafen und andere Orte, an denen die Industrie 4.0 wichtig ist. Aus diesen lokalen Netzen wolle man lernen und die Erkenntnisse später in den Ausbau für die Bevölkerung einfließen lassen.

Weiße Flecken auch Schuld des Kunden

Dass es in Deutschland noch immer vergleichsweise viele weiße Flecken gibt, ordnet Markus Haas nicht nur den Netzbetreiber z