Telekom Kritik an 5G-Auktion – Gebote bei fast 5 Mrd. Euro

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Die Ende März gestartete Versteigerung der 5G-Frequenzen steht kurz vor der 5 Milliarden Euro Grenze. Ein Ende ist nicht in Sicht. Bei der Telekom hätte man sich niedrigere Preise für die Frequenzblöcke gewünscht.

Frequenzauktion in vollen Gange

Bereits seit dem 19. März 2019 versteigert die Bundesnetzagentur die 5G-Frequenzen. Trotz mittlerweile 169 Bieterrunden ist noch kein Ende in Sicht. Das hat zur Folge, dass die Gesamteinnahmen der Versteigerung mittlerweile bei fast 5 Milliarden Euro liegen. Mit Einnahmen von bis zu 5 Milliarden Euro hatte die Bundesregierung im Vorfeld gerechnet. Nun sieht es so aus, als könnte diese Marke noch einmal deutlich überboten werden. Dabei machte die Auktion Anfang April den Eindruck, als würde sie bereits zu Ende gehen.

Doch die teilnehmenden Anbieter Telekom, Vodafone, Telefónica und die United Internet Tochter Drillisch haben den Bieterwettstreit noch einmal eröffnet und die Preise in die Höhe getrieben. Wer dabei die Oberhand hat, ist nicht auszumachen. Denn die Frequenzblöcke wechseln derzeit bei fast jeder Runde erneut den Besitzer. Diese Entwicklung hatten die Netzbetreiber im Vorfeld befürchtet und bereits stark kritisiert.

Telekom sieht hohe Kosten kritisch

Gegenüber Reuters äußerte sich Telekom-Chef Timotheus Höttges kritisch zum aktuellen Preiskampf. Die Telekom müsse mitbieten, um zukunftsfähig zu bleiben. Allerdings fehle jeder Euro, der jetzt in die Frequenzauktion fließe, an anderer Stelle. Zum Beispiel beim Netzausbau und der Errichtung neuer Funkmasten. Die Zeche zahlen schlussendlich die Verbraucher und Kunden. Die Investitionen in die Frequenzen seien „nur noch gut für den Finanzminister“, heißt es.

Bei welcher Endsumme die Auktion enden wird bleibt abzuwarten. Grundsätzlich läuft die Versteigerung solange, bis keine Gebote mehr eingehen. Da sowohl die Netzbetreiber als auch Drillisch ein großes Interesse an den 5G-Frequenzen haben, dürfte es hier weiterhin einen harten Preiskampf geben.

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2 Kommentare

  1. Die Versteigerung ist im vollen Gange, es gibt aber keine Langzeitstudien, die die Harmlosigkeit der 5G Technologie auf Mensch und Umwelt bestätigt. Stattdessen gibt es bzgl. Glioblastomen auch aktuelle Studien, die das Gegenteil andeuten. Diese Details gehören zu einer Vollständigen 5G Berichterstattung dazu.

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