Telekom: Mobilfunk aus der Stratosphäre gegen weiße Flecken

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Um den weißen Flecken auf der Landkarte Herr zu werden, könnte das Mobilfunknetz bald aus der Stratosphäre kommen. In einem ersten Test hat die Telekom die Machbarkeit einer solchen Option erprobt und positive Ergebnisse erzielt.

Handynetz aus der Stratosphäre

Trotz massiven Ausbaus finden sich auf der Landkarte noch viele weiße Flecken. Das sind Gegenden, in denen es entweder gar kein Mobilfunknetz gibt oder die vorhandenen Kapazitäten nur rudimentär vorhanden sind. Der Ausbau gestaltet sich aus wirtschaftlicher Sicht oft schwierig und ist wenig effektiv. Hinzukommen teilweise örtliche Restriktionen, die den Aufbau von Mobilfunkanlangen verhindern. Um diesem Problem zu begegnen, erprobt die Telekom nun das Handynetz aus der Stratosphäre.

Zusammen mit dem Technologiepartner Stratospheric Platforms Limited (SPL) konnte das Unternehmen die „weltweit erste erfolgreiche Demonstration von LTE/4G Sprach- und Datenverbindungen über eine am Rand der Stratosphäre fliegende Plattform“ demonstrieren. Diese war vollständig in das kommerzielle Mobilfunknetz eingebunden und dadurch nah an den realen Bedingungen orientiert. Der erfolgreiche Test könnte den Grundstein für eine neue Art Handynetz legen, welches als Ergänzung zu den Bodenantennen fungiert und eine höhere Reichweite besitzt.

Flugzeug-Antennen für besseres Netz

Im Test montierten die Techniker Mobilfunkanntennen an den Bauch eines Flugzeuges und flogen mit diesem in 14 Kilometer Höhe (Flight Leven 450) über Bayern. Dabei wurden Sprach- und Datenverbindungen durchgeführt, die Voice-over-LTE-Anrufe (VoLTE), Videoanrufe, Datendownloads und Web-Browsing auf einem Standard-Smartphone ermöglichten. Währenddessen war das Handy mit dem terrestrischen Mobilfunknetz der Telekom Deutschland verbunden und erlaubte bis zu 70 Mbit/s im 2,1 GHz-Bereich und Upload-Geschwindigkeiten von 20 Mbit/s über eine Kanalbandbreite von 10 MHz.

Die hohe Flughöhe und die nahezu uneingeschränkte Sicht können den Angaben nach Funkzellen am Boden bis zu 100 Kilometer Durchmesser versorgen. Vor allem in Gegenden mit schwierigen geografischen Verhältnissen. Zum Beispiel dann, wenn Berge und Höhenzüge Funkschatten verursachen. Dabei ist die Nutzung des Stratosphären-Netzes für Kunden kein Nachteil. Der Übergang zwischen den Technologien erfolgt unbemerkt und reibungslos und verursacht keine Zusatzkosten.

Stratosphären-Netz ab 2022

Nach dem erfolgreichen Test arbeiten die Telekom und SPL nun an einer großflächigen Einsatzoption. Dazu soll ein wasserstoffbetriebenes, ferngesteuertes Flugzeug entwickelt werden, welches mit der entsprechenden Infrastruktur ab Mitte 2022 seine Kreise zieht. Bruno Jacobfeuerborn, für die Deutsche Telekom Aufsichtsratsmitglied bei SPL und Geschäftsführer der Telekom Tochter Deutsche Funkturm:

Wir haben gezeigt, dass wir zukünftig schnelles Internet und Konnektivität überall hinbringen können. Das vereinte Knowhow der SPL mit der Mobilfunk-Kompetenz der Telekom ist die Basis dieser neuen Technologie. Gerade in Bereichen, die durch klassische Mobilfunkmasten nur schwer zu erschließen sind, werden fliegende Basisstationen eine sinnvolle und kosteneffiziente Ergänzung unseres Mobilfunknetzes sein.

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