Telekom, o2 und Vodafone schließen gemeinsam graue Flecken

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Um den noch immer weit verbreiteten weißen Flecken zu begegnen, arbeiten die Telekom, Vodafone und o2 in Zukunft zusammen. Durch die gemeinsame Initiative wollen die Netzbetreiber mehrere tausend Mobilfunkstandorte aufbauen und die Breitbandversorgung verbessern. 1&1 Drillisch ist zur Beteiligung eingeladen. Ziel ist es, gemeinsam gegen Funklöcher vorzugehen.

Update vom 19.01.2021

Netzbetreiber schließen graue Flecken

Um die Schließung „grauer Flecken“ voranzutreiben, haben die drei Netzbetreiber ein Memorandum of Understandig abgeschlossen. Dank diesem wollen die Anbieter in Zukunft stärker miteinander kooperieren. Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, beabsichtigten zuerst nur Telekom und Vodafone eine Zusammenarbeit. Nach einer Intervention der Aufsichtsbehörde finden nun auch Gespräche mit Telefónica statt. So beabsichtigen Telekom, Telefónica und Vodafone eigenen Aussagen zufolge in Zukunft die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen im Rahmen des Network-Sharings. „Möglich macht das ein neuer technologischer Ansatz in den Netzen der beiden Anbieter. Am Standort bieten die Betreiber allen Kunden im Ergebnis 4G-Zugänge auf dem 800-MHz-Frequenzband“, heißt es. Dadurch sollen mehrere hundert Antennenstandorte Zugang zum schnellen LTE-Netz erhalten.

Unter sogenannten „grauen Flecken“ versteht man Regionen, in denen nicht alle Anbieter einen Zugang zum 4G-Netz bieten. Meist hat lediglich ein Anbieter eine entsprechende Infrastruktur ausgebaut. Die Zusammenarbeit soll diese Versorgungslücken der übrigen Anbieter nun schließen.

Update vom 13.02.2020

Vodafone und Telekom schließen graue Flecken

Wie Vodafone mitteilt, haben der Netzbetreiber und die Telekom eine zusätzliche Vereinbarung getroffen. Dabei sollen gemäß einer gemeinsamen Absichtserklärung die „grauen Flecken“ verschwinden. Das sind Gebiete, in denen es zwar LTE gibt, jedoch lediglich von einem Anbieter. In Zukunft wollen die Partner sicherstellen, dass der jeweils andere die vor Ort vorhandenen Infrastrukturen nutzen und ebenfalls LTE anbieten kann.

Hannes Ametsreiter und Dirk Woessner unterzeichnen Absichtserklärung zur Schließung von grauen Flecken.

Dabei liegt der Fokus auf ländlichen Gebieten sowie entlang wichtiger Verkehrswege. Dafür haben die Unternehmen den Angaben nach jeweils rund 2.000 Standorte ausgemacht, die in Zukunft partnerschaftlich genutzt werden sollen. Ein wesentlicher Bestandteil sei es, dass beide Unternehmen dem jeweils anderen die gleiche Anzahl an Mobilfunk-Standorten zur LTE-Versorgung bereitstellen, heißt es.

Auflagen zum Ausbau umsetzen

Im Rahmen der 5G-Auktion mussten die Netzbetreiber zustimmen, verstärkt die weißen Flecken von der Landkarte zu tilgen. Um diesen Schritt effektiver voranzutreiben, haben sich Telekom, Vodafone und o2 nun zusammengeschlossen. Wie es in einer Mitteilung heißt, wollen die drei Anbieter nun gemeinsam gegen Funklöcher vorgehen. Vor allem auf dem Land und entlang der Verkehrswege auf Straßen, Schienen und Flüssen.

Um diese Ziele zu verwirklichen, planen die drei Anbieter den gemeinsamen koordinierten Aufbau von insgesamt 6.000 neuen Mobilfunkstandorten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Auch der als potentiell vierter Netzbetreiber gehandelte Anbieter 1&1 Drillisch sei eingeladen, sich am Ausbau zu beteiligen. Allerdings erhalte dieser keiner Sonderregelung. Stattdessen müsse er sich im gleichen Umfang wie die drei Netzbetreiber einbringen.

Warum arbeiten Telekom, o2 und Vodafone zusammen?

Als Erklärung für das gemeinsame Engagement geben die Anbieter an, dass der „gemeinsame Aufbau zusätzlicher Funkmasten und –türme sowie deren technische Versorgung und Nutzung“ signifikant Zeit und Kosten einspare. Das haben gegenüber einen parallele Ausbau Vorteile. Dabei sieht die Kooperation vor, dass alle drei Netzbetreiber die gleiche Anzahl an Standorten aufbauen. Anschließend können die Wettbewerber diese zu identischen Bedingungen nutzen und nach Bedarf mit eigenen Antennen und Netztechnologien ausrüsten.

Obwohl die Zusammenarbeit aufgrund der Auflagen der 5G-Versteigerung entstanden ist, empfinden die Parteien diese nach wie vor als rechtswidrig. Deswegen halten die Netzbetreiber trotz der geplanten Zusammenarbeit an den eingereichten Klagen fest. „Zudem zeigt die Realität, dass durch vermehrte Bürgerinitiativen und administrative Hürden der Ausbau der Netze, wo er teils am meisten benötigt wird, oft nur schleppend vorangeht“, heißt es. Dennoch wurde das Bundeskartellamt bereits über die Kooperation informiert. Weitere Details der Zusammenarbeit sind für spätestens Frühjahr 2020 geplant.

Dieses Angebot jetzt selbst bewerten:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4,50 /5 aus 2 Bewertungen)
Loading...
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

simplytel Angebote: Allnet-Flat mit 12 GB LTE für 11,99 Euro

- Anzeige -
Newsletter Anmeldung
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email