Telekom verlängert Frist für Abschluss der All-IP-Umstellung

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Der Abschluss der seit Jahren laufenden All-IP-Umstellung wird ein paar Wochen nach hinten verschoben. Dadurch sollen vor allem andere Telekommunikationsunternehmen mehr Zeit erhalten, um ihre Kunden auf das neue System zu migrieren.

All-IP-Umstellung kurz vor dem Abschluss

Seit 2015 stellt die Telekom nach und nach alle Kunden auf IP-basierte Anschlüsse um. Dadurch gehört das klassische ISDN bald der Vergangenheit an. Denn die Umstellung ist so gut wie abgeschlossen, verlief jedoch nicht reibungslos. Vor allem in den ersten Monaten erntete der Netzbetreiber viel Kritik. Auch, weil er vielen Kunden quasi die Pistole auf die Brust setzt, mit Kündigungen drohte und andere nicht allzu kundenfreundliche Maßnahmen anwendete. Dennoch hat das Unternehmen das Ziel so gut wie erreicht. Klaus Müller, unter anderem verantwortlich für die IP-Migration der Geschäftskunden in der Telekom Deutschland GmbH, meint:

Zum Jahresende wird der allergrößte Teil der Migration abgeschlossen sein. Einzig die Migration weniger reiner Sprachanschlüsse im Geschäftskundenbereich wird noch in 2020 erfolgen und abgeschlossen.

Dabei war das ursprüngliche Ziel, die Migration bis 30. September 2019 vollständig abzuschließen. Allerdings gibt es noch immer eine nicht unerhebliche Zahl an Kunden, die noch nicht erfolgreich umgestellt wurden. Vor allem bei den Wettbewerbern. Damit diese genügend Zeit haben, um auch die letzten Kunden auf einen IP-Anschluss zu migrieren, hat die Telekom das Zeitfenster für den Abschluss der Arbeiten verlängert. Statt dem 30. September gilt nun der 30. November 2019 als Stichtag. Dr. Kerstin Baumgart, Leiterin des Geschäftsbereiches Wholesale von der Telekom Deutschland GmbH, erklärt:

Auf expliziten Kundenwunsch werden wir die konkret benannten Alt-Anschlüsse, die noch nicht migriert wurden, erst acht Wochen später zum 30.11.2019 abschalten und nicht, wie bislang kommuniziert, zum 30.09.2019. So schaffen wir die Möglichkeit, dass alle Telekommunikationsunternehmen ihre Kunden doch noch rechtzeitig auf die zukunftssichere Plattform migrieren können.

Was sollten Betroffene nun tun?

Kunden, die von der Umstellung betroffen sind, bislang jedoch nicht reagiert haben, sollten sich mit ihrem Anbieter in Verbindung setzen. Denn Altanschlüssen, die nicht zum Stichtag auf das IP-Protokoll migriert wurden, droht die Abschaltung. Dann sind betroffene Kunden nicht mehr erreichbar und können die Dienste ihres Anbieters nicht mehr nutzen. Dabei sieht das Vorgehen der Telekom und der Wettbewerber vor, dass die Umstellung störungsfrei erfolgt. Für viele Kunden bringt das neue System Vorteile mit sich. Deswegen appelliert Dr. Kerstin Baumgart:

Zusammen mit den Carriern intensivieren wir alle Anstrengungen, damit kein Kunde bei der Migration verloren geht. Diejenigen Kunden, die bislang nicht reagiert haben, sind nun dringend aufgefordert, sich mit ihrem Anbieter umgehend in Verbindung zu setzen und die notwendigen Schritte abzustimmen.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM), bestätigt: „Alle Kunden wurden in der Vergangenheit mit großem Vorlauf von ihren Anbietern über den Wechsel in die All-IP-Welt informiert.“ Allerdings macht diese bei einigen Nutzern auch Probleme. Vor allem auf dem Land scheitert sie nicht selten am schlecht ausgebauten Netz.

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