Trotz EU-Roaming: Vorsicht bei Community-Flats und Co.

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Seit mehr als zwei Jahren gehören Roaming-Gebühren der Vergangenheit an. Doch noch immer lauern Kostenfallen. Vor allem Community-Flats können im Ausland zur Kostenfalle werden und sind nicht immer vom EU-Roaming abgedeckt.

EU-Roaming ohne Gebühren

Seit Juni 2017 gehören die Roaming-Gebühren bei Reisen in der EU der Vergangenheit an. Seitdem können deutsche Nutzer ihre Tarife im Ausland wie im Inland verwenden und müssen keine zusätzlichen Kosten befürchten. Das hat vieles einfacher gemacht, ist jedoch nicht ohne Tücken. Denn trotz Abschaffung der Roamingkosten gibt es Ausnahmen, die zur Kostenfalle werden können.

Die bekannteste ist wohl die zeitlich begrenzte Nutzung im Ausland. Denn wer mehr als vier Monate pro Jahr roamt, muss mit Zusatzkosten rechnen. Diese Regelung soll trotz aller Freiheiten verhindern, dass sich Nutzer einfach dauerhaft günstigere ausländische Tarife anschaffen. Eher unbekannt ist hingegen, dass nicht automatisch alle Tarifkomponenten im Ausland wie im Inland gelten. Diese Erfahrung musste ein deutsches Ehepaar machen, welches sich mit einem solchen Problem an die Kollegen von Teltarif wandte.

Was ist passiert?

Im vorliegenden Fall nutzten die Kunden einen sehr alten Tarif von Arcor. Die „Part­nerkarte zum DSL- und Fest­netz­anschluss“ wird heutzutage von Vodafone als „Arcor 60/1“ geführt. Dass es Probleme bei der Auslandsnutzung gab, bemerkten die Nutzer schon 2017 und 2018. Damals tauchten auf der Rechnung Roaminggebühren auf, die Vodafone nach einer Beschwerde jedoch per Gutschrift ausglich. Auch in diesem Jahr verreisten die Kunden ins EU-Ausland und nutzen ihren Handytarif. Diesmal weigerte sich Vodafone jedoch, die angefallenen Roamingkosten zu streichen. Denn die Kunden nutzen der Aussage des Netzbetreibers nach keine Allnet-Flat und seien auf die Roamingkosten in den Tarifdetails hingewiesen worden.