Unwetter in Westdeutschland: Stromausfälle legen auch Mobilfunknetz lahm

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Photo by Clem Onojeghuo on Unsplash

Die starken Unwetter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rhein­land-Pfalz und weitern Regionen Deutschlands wirken sich auch auf die Mobilfunkversorgung vor Ort aus. Vor allem Stromausfällen durch Überschwemmungen und gezielte Abschaltungen des Stromnetzes legen Mobilfunkmasten in den Regionen lahm. Das kann zu einer schlechten oder zeitweise nicht vorhandenen Versorgung mit mobilen Diensten führen.

Unwetter in Westdeutschland

Starke Niederschläge, Überschwemmungen, herab- und umstürzende Bäume – Vor allem die Bundesländer Rhein­land-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden seit Tagen von starken Unwettern heimgesucht. Die Folgen spüren viele Einwohner direkt vor der Haustür und am eigenen Leib. Wo die Unwetter nicht selbst für Stromausfälle sorgen, schalten die Betreiber den Strom oft ab, um Gefahren einzudämmen und weitere Schäden, etwa an Schalt- und Verteilerkästen, zu vermeiden. Davon sind jedoch nicht nicht Strom und Licht betroffen, sondern oftmals auch die Mobilfunkversorgung.

Denn die Mobilfunkantennen benötigen ebenfalls Strom, um senden und empfangen zu können. Kappt der Versorger den Strom oder fällt dieser aufgrund der Unwetter aus, versagen auch die Mobilfunkmasten und Antennen ihren Dienst. Ein Akkubetrieb ist teilweise zwar möglich, dient jedoch nur einer kurzzeitigen Überbrückung. Die Folge: In vielen von den Unwettern stark betroffenen Gebieten gibt es zeitweise keinen oder nur eingeschränkten Mobilfunkempfang.

Notruf nicht oder nur eingeschränkt möglich

Neben Einbußen beim Komfort bedeutet ein Ausfall der Mobilfunkversorgung oft auch keine Hilfe im Ernstfall. Denn viele Haushalte nutzen kein klassisches Festnetz mehr, sondern telefonieren nur noch per Handy oder Smartphone. Dabei ist gut zu wissen: Selbst wenn Ihr Mobilfunkanbieter vor Ort ausgefallen ist, können Sie Notrufe weiterhin absetzen. Denn der Anruf bei der 110 oder 112 ist auch über ein anderes Handynetz möglich. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass es noch mindestens einen emfpangbaren Anbieter vor Ort gibt.

Ratsam ist es zudem, akkubetriebene Geräte aufzuladen und für Zeiten ohne Strom parat zu halten. Dazu zählen nicht nur Smartphone und Handy, sondern beispielsweise auch Powerbanks, Batterien und Akkus sowie Taschenlampen. Wer über ein batteriebetriebenes Radio verfügt, sollte auch dieses nutzbar halten, um über aktuelle Ereignisse informiert werden zu können. Um das Strom- und Mobilfunknetz zu entlasten, ist es ratsam, datenintensive Dienste wie das Streaming bei Netflix und Co. für die akute Zeit zu unterlassen. Ansonsten bleibt Betroffenen nur abzuwarten, bis die Stromversorgung wiederhergestellt und etwaige Schäden an Verteilern und Mobilfunkantennen behoben wurden.

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