Vierter Netzbetreiber wahrscheinlich – 5G Autkion nähert sich dem Ende

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Der Kampf um die begehrten 5G-Frequenezen scheint in die letzten Runden zu gehen. Denn die Bieter sind sich bei vielen Frequenzblöcken bereits einig. Dabei liegen die Höchstgebote deutlich unter dem was sich der Bund erhofft hatte. Bei einem baldigen Ende gilt ein neuer Netzbetreiber mit 1&1 Drillisch als wahrscheinlich.

5G Auktion nähert sich dem Ende

Nachdem zwischen Auktionstag neun und zehn die Höchstpreise der 5G Frequenzen um mehr als eine halbe Milliarden kletterten, scheinen sich die Mobilfunkunternehmen bei der 5G Versteigerung weitgehend einig zu sein. Nach 119 Bieterrunden liegen die Höchstpreise am Mittwoch für das 5G Frequenzspektrum bei 2,45 Mrd. Euro. Noch von Freitag auf Montag kletterten die Preise von 1,6 Mrd. auf mehr als 2,1 Mrd. Euro.

Auf die meisten 5G Frequenzblöcke wird nicht mehr geboten, heißt es von der Bundesnetzagentur. Daher zeichnet sich ein baldiges Ende der 5G Auktion ab. Analysten hatten zuvor mit deutlich höheren Erlösen (3-5 Mrd. Euro) gerechnet. So gut wie abgeschlossen ist bereits das Wettbieten auf die Frequenzblöcke mit 3,6 GHz. Nach 120 Runden sieht die Verteilung der 29 Frequenzblöcke wie folgt aus:

  • Telekom 9 Frequenzblöcke
  • Vodafone 8 Frequenzblöcke + Block 01k
  • Telefonica o2 5 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch 6 Frequenzblöcke

Es läuft wahrscheinlich darauf hinaus, dass die Telekom acht Blöcke, Vodafone sieben Blöcke (+1), o2 sieben Blöcke und Drillisch sechs Blöcke ersteigern.

Wettbieten auf 5G Frequenzen mit 2 GHz

Dagegen ist das Wettbieten auf die 12 begehrten 2 GHz Frequenzen noch nicht abgeschlossen. Die Höchstgebote pro Frequenzblock liegen aktuell bei bis zu 126 Mio. Euro. Zum Vergleich: Die Preis für den teuersten 3,6 GHz Frequenzblock liegen bei 54 Mio. Euro.

1&1 Drillisch – vierter Netzbetreiber wahrscheinlich

Die Befürchtungen, dass 1&1 Drillisch von den etablierten Netzbetreibern strategisch überboten wird, dürften dagegen nicht eintreten. So wie es aussieht kann sich 1&1 Drillisch ausreichendes 5G Frequenzspektrum zum Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes sichern. Damit würde es in Deutschland nach der Fusion zwischen o2 und E-Plus wieder einen vierten Netzbetreiber geben.

Damit ein neuer Netzbetreiber in Deutschland nach der 5G-Frequenzvergabe Fuß fassen kann, gelten für diesen geringerer Auflagen. So mu