Vodafone: 90.000 € Rechnung nach Betrug mit fingierter Vollmacht

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Mit einer fingierte Vollmacht ist es Betrügern in einem Vodafone-Shop gelungen, mehrere dutzend iPhones samt Vertrag zu ergaunern. Dem Betroffenen, der unwissend zum Vertragsinhaber wurde, bescherte das eine Rechnung von knapp 90.000 Euro. Dabei sollte der Betrugsversuch im Shop so eigentlich gar nicht funktionieren.

Vodafone-Rechnung über 90.000 Euro

Es hört sich wie ein schlechter Scherz an: Einem Unternehmer aus Berlin schickte Vodafone eine horrende Rechnung über gut 90.000 Euro. Der Mann soll mehrere dutzend iPhones samt Vertrag gebucht haben. Allerdings ist dieser gar kein Vodafone-Kunden, sondern hat einen Vertrag mit der Telekom. Schnell wird klar: Hierbei handelt es sich um Betrug. Allerdings um eine Masche, die so gar nicht funktionieren sollte.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, ist der Betroffene nicht der einzige, dem eine solche Horror-Rechnung ins Haus flatterte. Offenbar haben sich Betrüger die Sorglosigkeit und die eher laschen Sicherheitsbestimmungen in einigen Shops des Netzbetreibers zu Nutze gemacht, um sich zahlreiche Top-Smartphones zu ergaunern. Ein Gesamtschaden sei noch nicht absehbar, heißt es.

Fingierte Vollmacht reichte für Geschäfte aus

Doch wie sind die Betrüger ohne größere Nachfrage an die zahlreichen Smartphones samt Vertrag gekommen? Dabei kam eine einfache, aber offenbar effiziente Masche zum Einsatz, die sich anhand der Daten des Berliner Unternehmers rekonstruieren lässt. In seinem Fall nutzte ein Dritter eine fingierte Vollmacht, um in einem Vodafone-Shop in Koblenz zahlreiche Smartphones und Verträge zu buchen. Dabei hatte der Mann ein Dokument dabei, welches ihm im Namen eines Unternehmens von Markus Hoffstede aus Berlin dazu bevollmächtigte, 40-mal ein iPhone 11 inklusive Vertrag für die Firma zu erwerben.

Vodafone-Rechnung nach dem Betrug (Foto: B.Z.)

Hoffstede selbst weiß davon allerdings nichts. „Da hat jemand meinen Briefkopf eines Firmenschreibens genommen und kopiert. Dann den Text rausgelöscht und die Vollmacht reingetextet“, erklärt der Berliner. Offenbar mit Erfolg, denn der Shop schließt die Verträge tatsächlich ab und sendet die Geräte raus. Die Überraschung kommt mit der Rechnung. Denn Hoffstede soll nun die Zeche zahlen: 40.100 Euro netto für die 40 Smartphones und noch einmal 40.100 Euro netto für die dazugehörigen Mobilfunkverträge. insgesamt beläuft sich der Gesamtschaden auf knapp 90.000 Euro.

Shop-Geschäft ohne ausreichende Prüfung

Geschäfte dieser Größenordnung benötigen in einem Shop vor Ort mehr als eine einfache Vollmacht. Zumindest in der Theorie. Im Koblenzer Vodafone-Shop hat das Dokument jedoch offenbar keiner weiter hinterfragt und die Abschlüsse durchgewunken. Dabei erklärt auch Vodafone-Sprecher Volker Petendorf gegenüber der Berliner Zeitung: „Diese Vollmacht reicht nicht aus, um einen solchen Deal in einer Filiale abzuschließen.“ Wohin die Telefone geliefert wurden, weiß Vodafone indes noch nicht, heißt es. Ob sie jemals wieder auftauchen ist fraglich.

Gefordert wurden die Gebühren dennoch erst einmal von Markus Hoffstede. Obwohl die Geräte gar nicht an ihn ausgeliefert wurden. Erst nachdem sich die Berliner Zeitung für den Unternehmer stark machte, verzichtete Vodafone auf eine weitere Eintreibung der Gelder. „Das Mahn- und Inkassoverfahren gegen die beiden Firmen von Markus Hoffstede haben wir bereits eingestellt und ebenso die Rückabwicklung der Mobilfunkverträge und Smartphonekäufe eingeleitet. Die Kripo Konstanz ermittelt.“ Welche Konsequenzen es für den Shop in Koblenz gab ist unbekannt.

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