Vodafone darf Unitymedia übernehmen – allerdings mit Auflagen

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Grünes Licht aus Brüssel: Vodafone darf den Kabelnetzbetreiber Unitymedia übernehmen und in die eigene Infrastruktur integrieren. Allerdings knüpfen die EU-Wettbewerbshüter die Erlaubnis an bestimmte Auflagen. Das soll sicherstellen, dass Vodafone die neue Marktmacht nicht ausnutzt und Kunden benachteiligt.

Vodafone übernimmt Unitymedia

Nach der Fusion von o2 und E-Plus vor einigen Jahren steht die nächste große Übernahme an. Denn Vodafone hat endlich die Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter für die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia erhalten. Dabei steht der Deal schon länger in den Startlöchern, rief jedoch Besorgnis hervor, da Vodafone so eine marktbeherrschende Stellung erhält. Deswegen muss der Anbieter sich an bestimmte Auflagen halten.

Denn Wettbewerbshüter, Mitbewerber und nicht zuletzt Kunden befürchten, dass Vodafone die neue Stellung ausnutzen könnte. Zum Beispiel, um höhere Preise durchzusetzen oder den Wettbewerb zu schmälern. Damit das nicht passiert, gehört die Öffnung des hauseigenen Kabelnetzes zu den Auflagen der EU. Bereits im Vorfeld hatten sich Vodafone und Telefónica darauf geeinigt, in diesem Fall zusammenzuarbeiten. Als weitere Bedingung darf Vodafone die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die ihre Inhalte über das Vodafone Kabelnetz anbieten, nicht erhöhen. Denn diese hatten im Vorfeld die Sorge angemeldet, dass der Anbieter hier in Zukunft die Preise anzieht. Dadurch würden die Sender in Zugzwang kommen, wenn sie die beliebte Übertragung via Kabel weiterhin nutzen möchten.

Was bedeutet das für Unitymedia-Kunden?

Bislang müssen sich Unitymedia-Kunden keine Sorgen machen. Denn noch ist die Fusion lediglich genehmigt und noch nicht vollzogen. Das dürfte jedoch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Wie Vodafone dann mit der Unitymedia-Kundenbasis verfährt bleibt abzuwarten. Da es sich hier jedoch oft um fix gebuchte Verträge mit Laufzeit handelt, sind diese vorerst