Vodafone Haustür-Abzocke: Kater Gysmo erhält ungewollt Festnetzvertrag

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Photo by Paul Hanaoka on Unsplash

Die Außendienstmitarbeiter Vodafones stehen bereits seit längerem in der Kritik und gehen laut Verbraucherzentrale besonders dreist beim Abschluss von Haustürverträgen vor. Ein besonders dubioser Fall ereignete sich nun in Bremen. Dort erhielt sogar die Katze einer Kundin einen Internet- und Festnetzvertrag des Unternehmens untergejubelt.

Vodafone mit dubiosen Geschäftsmethoden

Die negativen Schlagzeilen rund um Vodafone und die Methoden der Außendienstmitarbeiter reißen nicht ab. Nachdem bereits dem Verbraucherzentrale Bundesverband auffiel, dass sich die Beschwerden über Vodafone häufen, der Anbieter die höchste Beschwerdezahl aufweist und die Verbraucherzentrale Bayern ebenfalls warnte, wurde nun ein weiterer dubioser Fall bekannt. Wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, hat ein Vertreter des Unternehmens nun sogar eine Katze zum Vertragsinhaber gemacht.

Im vorliegenden Fall erhielt eine Vodafone-Kundin aus Bremen, die eigentlich zufrieden mit ihrem Anbieter war, unangemeldet Besuch von einer Mitarbeiterin des Unternehmens. Man habe sich nett unterhalten, heißt es. Unter anderem über den Kater der Kundin mit Namen Gysmo. Als die Vertreterin ging, hatte es keinen Vertragsabschluss mit der Kundin gegeben. Dennoch erhielt diese wenige Tage später ein Paket mit Vertragsunterlagen sowie Geräten von Vodafone. Allerdings nicht an sie adressiert, sondern an einen „Herrn Gysmo“.

Kater Gysmo erhält Vodafone-Vertrag

Offenbar hatte die Mitarbeiterin Vodafones den Telefon- und Internetvertrag einfach auf den Namen des Katers aktiviert und diesen mit den Bankdaten seines Frauchens ins System eingebucht. Denn die Gebühren für Gysmos Vodafone-Vertrag wurden vom Konto der Bremerin abgebucht. Diese versuchte das „Versehen“ über die Vodafone-Hotline zu klären, kam dort jedoch nicht weiter. Schlussendlich entschied sie, Vodafone die Einzugsermächtigung zu entziehen und nicht weiter für den untergeschobenen Vertrag ihrer Katze zu bezahlen.

Bei Vodafone lief damit allerdings lediglich die Mahn- und Inkasso-Schraube los. Denn das Unternehmen beauftragte prompt ein Inkassounternehmen und ließ einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen. Kater Gysmo bzw. dessen Frauchen sollte doch bitte die ausstehenden Beträge für den gebuchten Vertrag bezahlen. Erst als die Frau sich an die Verbraucherzentrale wandte und diese bei Vodafone nachhakte, lenkte das Unternehmen ein. Der Vodafone-Vertrag von Kater Gysmo sei mittlerweile storniert und die zu viel gezahlten Beiträge zurückgezahlt worden, heißt es.

Wie eine Mitarbeiterin überhaupt einen Vertrag auf eine Katze schalten konnte, die weder Ausweis noch weitere Dokumente besitzt, bleibt unklar. Ebenso, weshalb Vodafone erst so spät und nach Intervention der Verbraucherschützer auf den Vorfall reagierte. Welche Konsequenzen es für die Mitarbeiterin gab, ist unbekannt.

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