Vodafone: Sagt die EU-Kommission Nein zur Unitymedia-Übernahme?

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Seit Monaten arbeitet Vodafone an der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia. Nachdem sich die beiden Unternehmen untereinander einig geworden sind, muss nun noch die EU-Kommission grünes Licht geben. Diese wird die geplante Übernahme jedoch allem Anschein nach ablehnen.

Vodafone will Unitymedia übernehmen

Im Mai 2018 gab Vodafone bekannt, dass das Unternehmen die Übernahme des Konkurrenten Unitymedia plant. Dabei hatte der Netzbetreiber eines der größten Kabelnetze Deutschlands mit der Unitymedia-Mutter Liberty Global einen Verkaufspreis von 18,4 Milliarden Euro ausgehandelt. Nachdem sich die beiden Unternehmen untereinander einig geworden sind, müssen nun noch die Wettbewerbshüter dem Deal zustimmen.

Doch diese scheinen der Fusion kein grünes Licht geben zu wollen. Wie das Handelsblatt aus informierten Kreisen erfahren haben will, will die EU-Kommission offenbar keine Zustimmung erteilen. Zu den genauen Gründen für das Veto will sich die Kommission in Kürze äußern und die Ablehnung gegenüber Vodafone und Unitymedia erklären. Dabei dürften die bereits bekannten Bedenken der Wettbewerbshüter eine entscheidende Rolle spielen.

EU-Kommission will Fusion ablehnen

Bereits im Dezember 2018 begann die EU-Kommission eine eingehende Prüfung der möglichen Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation in den von der Fusion betroffenen Ländern. Dazu zählen neben Deutschland auch Tschechien, Rumänien und Ungarn. Vor allem in Deutschland und Tschechien befürchtet die Kommission, dass der Wettbewerb nach dem Zusammenschluss zum erliegen kommt. Denn hierzulande konkurrieren Unitymedia und Vodafone miteinander.

Fällt dieser Wettbewerb weg könnte das Auswirkungen auf die Endkundenpreise, die Tarifauswahl und den Ausbau des Netzes mit neuen Technologien haben. Das wiederum führt zu Nachteilen bei den Kunden, die sich einem überstarken Anbieter gegenüber sehen und nicht oder nur mit Einbußen auf andere Anbieter ausweichen können. Für Vodafone und Unitymedia dürfte die Absage der EU-Kommission ein Schlag ins Gesicht sein. Wie die beiden Unternehmen fortfahren werden, bleibt abzuwarten.

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