Vodafone schließt größtes Funkloch Deutschlands in Grenznähe

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Der Netzbetreiber Vodafone teilt mit, dass er ein großes Funkloch in Deutschland schließen konnte. Möglich macht das eine Beschluss des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Bundesnetzagentur. Dadurch erhielten nun 280.000 Menschen erstmals LTE.

Vodafone schließt großes Funkloch

In den Grenzregionen zu den Nachbarländern war das LTE-Netz bislang nur mäßig verfügbar. Schuld war die sogenannte „Auslegung der Vorschriften zur Auslandskoordination“. In dieser war festgelegt, dass die Netzbetreiber ihre Sendeanlagen in Grenznähe drosseln mussten, damit das deutsche Netz nicht zu weit in das jeweilige Nachbarland sendet. Ende September einigten sich das Bundesverkehrsministerium und die Bundesnetzagentur darauf, diese Vorgabe zu begraben.

Diesen Umstand hat Vodafone genutzt, um eines der größten Funklöcher Deutschlands zu schließen. Dafür hat der Netzbetreiber 50 grenznahe LTE-Stationen aktiviert, die bislang nicht in vollen Umfang genutzt werden durften. Außerdem wurde die Sendeleistung von mehr als 300 Mobilfunkstationen entlang der Grenzen erhöht. Insgesamt profitieren dadurch 1,5 Millionen Menschen von einem verbesserten LTE-Empfang. 280.000 Nutzer nahe der Grenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Polen, Tschechien, Schweiz, Dänemark und Österreich erhielten auf einer Gesamtfläche von 350 Quadratkilometer erstmals LTE.

Wo profitieren Kunden nun von Vodafone LTE?

Der Ausbau wurde vor allem in den Grenzregionen vorgenommen. Also Gebieten, die nahe der Grenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Polen, Tschechien, Schweiz, Dänemark und Österreich liegen. Dazu zählen beispielsweise Görlitz und Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen, Burghausen im Grenzgebiet zu Österreich und das Dreiländer-Eck in Aachen. Außerdem Nordhorn nahe der niederländischen Grenze.

Bis Jahresende sollen 90 weitere LTE-Stationen in den Regionen folgen. Dadurch wird 4G für 100.000 weitere Menschen freigeschaltet. Vodafone CEO Hannes Amestreiter meint:

Die Weichen sind gestellt. Wir können loslegen. Wir schließen das größte LTE-Funkloch Deutschlands. An vielen Stationen in Grenzgebieten konnten wir schnelles Netz bislang nicht mit voller Leistung zu unseren Kunden bringen – obwohl die Technik bereitstand. Gemeinsam mit der Politik haben wir dieses Problem jetzt gelöst. Unsere Technik-Experten haben sofort gehandelt. Jetzt bringen wir 280.000 Menschen ans LTE-Netz – auch außerhalb der Großstädte.